Drucksache - 2030/2  

 
 
Betreff: Sommerwege - Rad fahren im Bezirk 2006 - 1
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 
Verfasser:Koska/Centgraf 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
22.06.2006 
53. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Lokale Agenda 21 Beratung
16.08.2006 
59. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Lokale Agenda 21      
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
31.08.2006 
54. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
Beschlussempfehlung
Beschluss
Vorlage zur Kenntnisnahme

Die BVV möge beschließen:

Die BVV beschließt:

 

Das Bezirksamt wird gebeten zu prüfen, ob die Geisenheimer Straße und die Markobrunner Straße für den Fahrradverkehr in Gegenrichtung freigegeben werden können.

 

Der BVV ist bis zum 31.08.2006 zu berichten.

 

 

Dr. Marianne Suhr

Bezirksverordnetenvorsteherin

 

 

Das Bezirksamt teilt dazu mit:

 

Bei der Prüfung, ob das Radfahren in Gegenrichtung von Einbahnstraßen zugelas­sen werden kann, ist zunächst die Unfallsituation mit Radfahrern als auch die Aufhe­bung der Einbahnstraßenregelung zu prüfen.

 

Die straßenverkehrsbehördliche Prüfung, die unter Einbeziehung der Polizeidirektion und der zentralen Verkehrsunfallauswertung durchgeführt wurde, ergab hinsichtlich der Unfallsituation keine Auffälligkeiten.

 

Die Geisenheimer Straße ist Bestandteil einer Tempo 30-Zone. Sie verläuft als Ein­bahnstraße zum Rüdesheimer Platz. Hier laufen fünf Straßen zusammen. In Gegen­richtung verläuft die ebenfalls als Einbahnstraße ausgewiesene Rüdesheimer Straße.

Hier ist das Radfahren in beide Richtungen zugelassen.

 

Beim Neubau der Lichtzeichenanlage des Bereiches im Jahr 2004 erhielt die Rüdes­heimer Straße eine gesonderte Radverkehrssignalisierung für den Radverkehr ent­gegen der Einbahnstraßenrichtung aus südlicher Richtung. Radfahrer können hier das grüne Signal auf Knopfdruck anfordern. Die Signalisierung dient der Verbesse­rung der Schulwegsicherung der Schulkinder zur Rüdesheimer Grundschule. Diese können hier die Rüdesheimer Straße in beide Richtungen mit dem Fahrrad befahren.

 

Das Zulassen des Radfahrens entgegen der Einbahnstraßenrichtung in der Geisen­heimer Straße ist nur möglich, wenn auch diese Richtung signaltechnisch erfasst werden könnte. Bei der Schaltung der o.g. Anlage mussten aber schon verschie­denste Richtungen, die hier zusammentreffen, berücksichtigt werden, damit diese keine Freigabe für “Grün” zum selben Zeitpunkt erhalten. Auch wurde es als ausrei­chend ange­sehen, nur in der parallel verlaufenden Rüdesheimer Straße das Radfah­ren in beide Richtungen zuzulassen. Die aktuelle Prüfung aufgrund des Beschlusses ergab kein anderes Ergebnis.

 

Aufgrund der Einbahnstraße in der Rüdesheimer Straße und der technisch nicht mehr erweiterbaren Ampel (Lichtzeichenanlage) kann weder die Einbahnstraßenre­gelung in der Geisenheimer Straße aufgehoben noch das Befahren durch Radfahrer in Gegenrichtung zugelassen werden.

 

Die Markobrunner Straße zwischen Ahrweiler Straße und Laubenheimer Straße ist ebenfalls Bestandteil der Tempo 30-Zone. Sie verläuft in westliche Richtung als Ein­bahnstraße. Die Straßenabschnitte betragen von der Ahrweiler Straße bis zur Gei­senheimer Straße 124 m, von der Geisenheimer bis zur Laubenheimer Straße 132 m. Es wird beidseitig halb auf dem Gehweg längs zur Fahrbahn geparkt. Die verblei­bende Fahrbahnbreite beträgt ca. 3,50 m. Der Parkdruck ist hoch, jedoch herrscht hier reiner Anliegerverkehr. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens könnte der Radverkehr entgegen der Einbahnstraßenrichtung zugelassen werden. Jedoch kann hier ebenso auf die Einbahnstraßenregelung verzichtet werden, zumal Radverkehrs­anlagen in Tempo 30-Zonen entbehrlich sind. Gelegentlicher Begegnungsverkehr dürfte daher trotz der geringen Fahrbahnbreite bei kurzen gut einsehbaren Straßen­abschnitten kein Problem darstellen.

 

Die Aufhebung der Einbahnstraßeregelung wird daher auch von der zuständigen Po­lizeidirektion angeregt. Mit der Umsetzung ist in Kürze zu rechnen.

 

Aufgrund des dargestellten Sachstandes bittet das Bezirksamt, den Beschluss als er-ledigt zu betrachten.

 

 

Monika Thiemen                                                                               Martina Schmiedhofer

Bezirksbürgermeisterin                                                                    Bezirksstadträtin

 
 

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