Ehrende Erinnerung an Seligen Bernhard Lichtenberg

Pressemitteilung vom 09.11.2018

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann nimmt am Sonntag, dem 11. November 2018, um 17:00 Uhr mit einem Grußwort der Ehrenden Erinnerung an den Seligen Bernhard Lichtenberg in der Gedenkkirche der Deutschen Katholiken Maria Regina Martyrum, Heckerdamm 232, 13627 Berlin, teil.

Programm:
  • Franz Schubert, Ständchen
  • Klaus und Ferdinand Hoyer – Violine, Lara Sy – Cello
  • Begrüßung P. Tobias Zimmermann SJ, Rektor der Gedenkkirche
  • Grußwort Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann
  • Geistlicher Gesang Ester Hirsch, Kantorin der Synagoge Sukkat Schalom in Charlottenburg
  • „Lichtenberg-Texte“ Gesa Badenhorst und Hubertus Haartmann, Benedikt Reidenbach, Gitarre
  • Vortrag „Einmischen statt Wegschauen“ von Prof.Dr. Ulrike Kostka, Christentum und Politik – eine Beziehung im Umbruch
  • Antonio Vivaldi, Adagio und Sarabanda
  • Wort des Erzbischofs von Berlin Dr. Heiner Koch
  • Geistlicher Gesang
  • Vaterunser, gemeinsames Gebet
  • Segen
  • Georg Friedrich Händel, La Rèjouissance

Bernhard Lichtenberg wurde am 3. Dezember 1875 im schlesischen Ohlau geboren. Als vorbildlich frommer Priester (1899), Dompfarrer (1932) und Dompropst (1938) war er in Berlin unermüdlich und unerschrocken in Seelsorge und Caritas tätig. Wegen öffentlichen Gebets für die verfolgten Juden und Kritik an den „Euthanasie“-Morden wurde er am 23. Oktober 1941 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und am 22. Mai 1942 von einem Sondergericht verurteilt. Nach zweijähriger Strafhaft schwerkrank, verstarb er auf dem Transport in das Konzentrationslager Dachau am 5. November 1943 in Hof.

Seine Seligsprechung als Märtyrer erfolgte durch Papst Johannes Paul II. am 23. Juni 1996 in Berlin. Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem verlieh ihm 2004 die Auszeichnung als „Righteous among the Nations“.
Das Grab des sel. Bernhard befindet sich vorübergehend (während der Schließung der St. Hedwigs-Kathedrale) in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum.
Der Gedenktag ist der 5. November.

Im Auftrag
Mientus