Milieuschutz wirkt

Pressemitteilung vom 08.03.2018

Seit September 2017 können Bauvorhaben in den beiden bezirklichen Milieuschutz-gebieten bis zur endgültigen Rechtskraft der Milieuschutzverordnungen zurückgestellt werden. Von dieser Möglichkeit wurde in den letzten Monaten in neun Fällen Gebrauch gemacht. Dabei ging es fast immer um einen Dachgeschossausbau, verbunden mit einem Aufzug für das Haus. Durch diese Maßnahme würden auch die Mietkosten für die Bestandswohnungen durch die Umlage der Aufzugskosten auf alle Mieter deutlich steigen können. Einfache Dachgeschossausbauten ohne parallele Aufzugsplanung wurden dagegen bewilligt, da dadurch keine Kostenbelastung der Bestandswohnungen erfolgt.

Stadtentwicklungsstadtrat Oliver Schruoffeneger:

Die bezirklichen Entscheidungen zum Milieuschutz zeigen Wirkung. Neun zurückgestellte Anträge, deren Umsetzung auch zu einer erhöhten Miete für die Bestandsmieter geführt hätten, zeigen, in welchem Umfang in den beiden Quartieren verdrängende Modernisierungen geplant werden. Hier haben wir nun ein Instrument in der Hand, dies zu verhindern und die Verdrängung der bisherigen Mieter durch steigende Mieten zu bekämpfen. Gleichzeitig wurden aber auch viele Anträge genehmigt, darunter auch Nachverdichtungen und Dachgeschossausbauten, die ohne mietsteigernde Maßnahmen für die Bestandsmieter realisiert werden konnten. Das zeigt, dass wir mit Augenmaß vorgehen. Notwendige und sinnvolle Investitionen werden nicht blockiert, aber die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Quartiere werden davor geschützt, durch Mietsteigerungen aus dem Quartier verdrängt zu werden. Wir beabsichtigen daher, noch im Jahr 2018 die nächsten Schritte zur Vorbereitung weiterer Milieuschutzgebiete im Bezirk zu gehen.

Im Auftrag
Gottschalk