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Längere Wartezeiten zwischen den Festtagen beim Beantragen der "Roten Karte"

Pressemitteilung vom 22.12.2017

Wer erstmalig mit Lebensmitteln arbeitet, die zum Verkauf angeboten werden, muss beim Gesundheitsamt eine Belehrung gemäß §43 Infektionsschutzgesetz erhalten. Arbeitgeber, die eine Person neu im Lebensmittelgewerbe beschäftigen, fordern daher einen schriftlichen Nachweis über die Belehrung.
In Berlin heißt dieser Nachweis umgangssprachlich „Rote Karte“ und wird, nach Durchführung der Belehrung, in einer der drei Lebensmittelpersonalberatungsstellen der Gesundheitsämter Mitte, Lichtenberg und Charlottenburg-Wilmersdorf ausgestellt.
Für eine wachsende Stadt wie Berlin ist der Bedarf an Beschäftigten im Lebensmittelgewerbe hoch und somit die Rote Karte ein wichtiges Dokument, für eine rasche Arbeitsaufnahme.
Leider trifft der große Andrang an künftigen Beschäftigten auf einen Personalmangel in den ausstellenden Gesundheitsämtern. „Selbst bei voller Besetzung der Beratungsstellen ist schon jetzt zum Teil mit Wartezeiten von zwei Wochen auf einen Beratungstermin zu rechnen“ sagt Stadtrat Carsten Engelmann. Und künftig wird es schlimmer, denn das Gesundheitsamt in Mitte muss aus räumlichen Gründen die Beratungsstelle auf unbestimmt längere Zeit schließen und die verbleibenden zwei Beratungsstellen das Beratungspensum von dort auffangen. Das bedeutet noch längere Wartezeiten für den Einzelnen.

Gesundheitsstadtrat Carsten Engelmann:

Zwischen den Feiertagen wird es ganz eng, da ist für die Bürgerinnen und Bürger nur noch Charlottenburg-Wilmersdorf als einzige Beratungsstelle offen, daher muss eine gesamtstädtische Lösung gefunden werden und zwar in Form von mehr Beratungsstellen. Mindestens vier Anlaufstellen sollten in einer Stadt mit der Größe von Berlin möglich sein.

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Gottschalk