Besorgte E-Mail nach Kiew

Pressemitteilung vom 16.12.2013

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann hat dem Bürgermeister des Charlottenburg-Wilmersdorfer Partnerbezirks Kiew-Petschersk, Sergiy Sushchenko am Donnerstag, dem 12.12.2013, eine E-Mail zu den gegenwärtigen Auseinandersetzungen in Kiew geschickt:

“Sehr geehrter Kollege, sehr geehrter Sergiy Sushchenko,

die Entscheidung Ihres Präsidenten und seiner Regierung, die Vereinbarung mit der Europäischen Union nicht zu unterschreiben, ist derzeit Anlass für viele Kundgebungen in Kiew, insbesondere in Ihrem Bezirk. Als Ihre europäischen Partner sind wir ebenfalls sehr besorgt über die politische Entwicklung in der Ukraine.

Unsere gemeinsamen Werte sind die Menschenrechte, freie Meinungsäußerung, Minderheitenschutz und das Recht, sich zu friedlichen Kundgebungen zu versammeln.

Meine große Bitte an Sie als unseren Partner-Bürgermeister ist, dass Sie mit Ihrer bezirklichen Amtsautorität auf allen politischen Ebenen, insbesondere bei den für die Sicherheit Verantwortlichen, darauf dringen, dass sie diese Bürgerrechte respektieren. Bitte tun Sie alles in Ihrer politischen Macht Stehende dafür, das keine Gewalt gegen friedlich pro-europäische Menschen ausgeübt wird und dass so bald wie möglich ein politischer Dialog beginnt.

Die ukrainische Botschaft in Berlin erhält eine Kopie dieses Briefs.

Ich wünsche Ihnen für Ihre wichtige Arbeit in diesen Tagen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kollege

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf”

Im Auftrag

Metzger