Günter-Schwannecke-Spielplatz-Benennung

Pressemitteilung vom 22.08.2013

Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte benennt auf Anregung der Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative am Donnerstag, dem 29.8.2013, um 17.30 Uhr den Spielplatz Pestalozzistraße/Fritschestraße nach Günter Schwannecke und enthüllt eine Gedenktafel mit dem Text:
“Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler Günter Schwannecke am 29.8.1992 Opfer eines tödlichen Angriffs durch Neonazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewiesen hat. Er steht in einer Reihe ungezählter Opfer von neonazistischem Terror, wir werden sie niemals vergessen.”

Marc Schulte:

“Der Spielplatz Pestalozzistraße/Fritschestraße war vor 21 Jahren Schauplatz einer furchtbaren Tragödie. Der Kunstmaler Günter Schwannecke wurde gemeinsam mit dem Künstler Hagen Knuth Augenzeuge einer rassistischen Beleidigung von Menschen mit Migrationsgeschichte durch zwei Skinheads und Neonazis. Die beiden Künstler bewiesen Zivilcourage, mischten sich ein und wurden daraufhin von einem Neonazi mit einem Baseballschläger angegriffen. Hagen Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den Folgen von Schädelbruch und Hirnblutungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte.

Günter Schwannecke ist eines der mindestens 183 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Zu Ehren dieser Opfer von neonazistischem Terror erhält der Spielplatz den Namen Günter-Schwannecke-Spielplatz. Die Tafel und der Findling wurden zu einem Großteil durch Spenden finanziert.”

Im Auftrag

Metzger