Zille-Ausstellung bis 13. Oktober 2013 verlängert

Pressemitteilung vom 01.08.2013

Wegen der großen, auch überregionalen Nachfrage verlängert das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Schloßstr. 55, 14059 Berlin die Laufzeit der Ausstellung „Zensur und Willkür. Das Werk Heinrich Zilles im Nationalsozialismus“ bis zum 13. Oktober 2013.
So bekannt die Bilder des beliebten Berliner Zeichners Heinrich Zille (1858–1929) sind, so unbekannt ist das Kapitel seiner Wirkungsgeschichte im ‚Dritten Reich‘. In den ersten Jahren als „sozialistischer Volksschädling“ diffamiert, wurde Zille ab 1936/37 zu einem völkischen Künstler des Nationalsozialismus verfälscht und instrumentalisiert.
Die Sonderausstellung zeigt, welche Werke Heinrich Zilles zensiert, beschlagnahmt oder verboten wurden und beleuchtet die Struktur der nahezu gleichzeitigen propagandakonformen Umdeutung und Vereinnahmung. Sie beruht auf den Forschungsergebnissen von Pay Matthis Karstens, der anhand von neuem Archivmaterial die Wirkungsgeschichte Zilles im Nationalsozialismus aufgearbeitet hat.
Erstmals seit 45 Jahren werden in dieser Ausstellung aus der Sammlung Axel Springer zwei der Glasfenster von Heinrich Zille gezeigt, die sich ursprünglich in der sogenannten Zille-Klause, Charlottenstraße 46, befanden. Sie waren zuletzt 1968 im Berlin-Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke Heinrich Zilles aus dem Bestand des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf.

Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim ist geöffnet:
Di – Fr 10 -17 Uhr, Sa, So 11 – 17 Uhr
Der Zugang ist barrierefrei. Eintritt frei

Information: Tel 9029 24106
Internet: www.villa-oppenheim-berlin.de

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