Einmalig in Deutschland: „Schutzräume für Menschen mit Demenz“

Pressemitteilung vom 13.12.2012

Ältere Menschen werden immer wieder orientierungslos in der Öffentlichkeit angetroffen. Aufgabe der Polizei ist es, Identität und Wohnort dieser Personen herauszufinden, um sie in die Obhut von Angehörigen oder anderweitige Betreuung zu übergeben. Das ist nicht immer gleich und ohne weiteres möglich. Der in der Regel dann notwendig werdende Aufenthalt auf der Polizeiwache, ist für alle Beteiligten nicht die optimale Lösung.
Seit zwei Jahren kooperieren der Gerontopsychiatrisch-Geriatrische Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf e.V. und fünf seiner Mitgliedseinrichtungen mit der Abteilung Soziales und Gesundheit des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf und der Polizeidirektion 2 erfolgreich mit dem Ziel, diese gerade für ältere Menschen sehr belastende Situation zu verbessern.
Bürgerinnen und Bürger, die im Bezirk orientierungslos angetroffen werden und offensichtlich an Demenz erkrankt sind, werden seit dem durch die Polizei in die am Projekt beteiligte Pflegeeinrichtung gebracht. Dort können sie angemessen versorgt werden, bis Identität bzw. Wohnort ermittelt und weitere Hilfen organisiert sind.

Bezirksstadtrat Carsten Engelmann zieht für das Projekt eine durchweg positive Bilanz:

„Wir haben mit der Polizei und dem Gerontopsychiatrisch Geriatrischen Verbund in unserem Bezirk starke und kompetente Projektpartner, die die gute Idee zur Praxisreife gebracht haben. Andere Bezirke und sogar Kommunen außerhalb Berlins wollen das Modell nun übernehmen. Ich bin auch den Schutzraumanbietern in unserem Bezirk sehr dankbar, dass sie dafür sorgen, dass schnell und unkompliziert geholfen werden kann.“

Im Auftrag

Gottschalk