„Gelben Engeln“ des Begleitservice des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg droht das Aus

Pressemitteilung vom 18.05.2012

Erklärung der Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf:
Schrittweise werden Bürger mit Handicaps immer mehr in ihrem Bewegungsspielraum eingegrenzt. Dies ist somit schon der zweite Fall in kürzester Zeit (begonnen hatte dies mit dem geplanten Rückbau der BVG-Busse hinsichtlich der Fahrzeugabsenkung – Kneeling).
Behinderte Bürgerinnen und Bürgern, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, auf den Rollstuhl, den Rollator oder nur wegen ihrer Sehschwäche auf Begleitung angewiesen sind, erweitern durch die Hilfe des VVB-Begleitservices ihre Lebensqualität.
Die Helfer sind bei ihrer Aufgabe Scouts für Berliner, für auswärtige sowie ausländische Touristen. Sie finden die kürzesten, sichersten und interessantesten Wege, um das Ziel zu erreichen. Seit 2008 beweisen 40.000 Begleitungen den dringenden und notwendigen Einsatz.
Ende Juni 2012 soll Schluss sein, weil die Finanzierung aus dem „Öffentlichen Beschäftigungssektor (ÖBS)“ wegen der Sparmaßnahmen eingestellt werden soll.
Eine Minilösung wird angestrebt. Von den 110 Begleitern können nur 40 mit geringerer Bezahlung weiter beschäftigt werden. Die Folge: Einsatzzeiten sind nur montags bis freitags von 07.00 bis 18.00 Uhr, keine Begleitung in den Abendstunden (Theater o.ä.) oder am Wochenende.
Die Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf fordert die Politik auf, diese diskriminierenden Sparmaßnahmen für alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger zurückzunehmen.

Im Auftrag

Metzger