40 Jahre Helen-Keller-Schulen für Sprachbehinderte

Pressemitteilung vom 02.11.2011

Elfi Jantzen, Bezirksstadträtin für Jugend, Familie, Schule, Sport und Umwelt, besucht am Sonntag, dem 11.11.2011, um 14.30 Uhr , die Feier der Helen-Keller-Schule zum 40-jährigen Jubiläum im Gebäude Waldschulallee 31, 14055 Berlin. Die Besucherinnen und Besucher können sich durch die Feier sehen, hören, schmecken, riechen, fühlen, tasten und lesen.

Art und Schweregrad einer sprachlichen Beeinträchtigung entscheiden, ob ein Kind in die Helen-Keller-Schule kommt. Der individuelle Förderbedarf wird in einem Förderausschuss ermittelt, der eine Empfehlung für die bestmögliche Förderung ausspricht.
In allen Klassenstufen arbeitet die Schule nach den Rahmenplänen der allgemeinbildenden Schulen. Die Arbeit ist durch besondere pädagogische und therapeutische Bedingungen gekennzeichnet. Die durchschnittlichen Klassenfrequenzen liegen bei 12 Schülerinnen und Schülern. Die Helen-Keller-Schule ist als Durchgangsschule konzipiert. Wenn die Sprachbehinderung gebessert oder beseitigt ist, wechselt die Schülerin oder der Schüler zur allgemeinbildenden Schule. Das kann während der Grundschulzeit oder mit dem Übergang in die Oberschule stattfinden.

Die Helen-Keller-Schule wurde 1963 als Sonderschule für Gehörlose gegründet und befindet sich seit 1971 an der Waldschulallee in Berlin-Eichkamp. Bis zum Auszug der Schwerhörigenschule im Jahr 1967 wurden in der Helen-Keller-Schule in der Pestalozzistraße sprachbehinderte und schwerhörige Schüler gemeinsam unterrichtet. 1993 erhielt sie den Status eines sonderpädagogischen Förderzentrums für Sprachbehinderte; denn es wurden zunehmend sprachbehinderungsspezifische Aufgaben wahrgenommen, auch außerhalb der eigenen Schule.
Ihren Namen erhielt die Schule am 25.10.1954 zur Erinnerung an die im zweiten Lebensjahr erblindete und ertaubte amerikanische Schriftstellerin Helen Keller (1880-1968). Mit ihren autobiographischen Büchern und Schriften über Blindenerziehung leistete sie einen bedeutsamen Beitrag zum Verständnis von Existenzproblemen blinder Menschen.

Im Auftrag

Gottschalk