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Gedenkstele für das ehemalige Volkshaus

Pressemitteilung vom 06.09.2011

Die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf, Dr. Marianne Suhr enthüllt gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen am Samstag, dem 10.9.2011, um 13.00 Uhr auf dem Gehweg vor dem Gelände der Jugendverkehrsschule an der Lohschmidtstr. 6-10, 10587 Berlin eine Gedenkstele, die an das ehemalige Volkshaus der Sozialdemokratie und seine Geschichte erinnert. Zur Geschichte des Hauses spricht der Historiker Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann.
1902 gründeten die SPD und ihr nahestehende Organisationen das Volkshaus als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte in der damaligen Rosinenstraße 4 (heute Loschmidtstraße 6-8) in Charlottenburg. Es bestand aus einem Wohngebäude und einem quer dazu stehenden Saalgebäude. Sonntags fanden am Nachmittag meistens Konzerte des Berliner Symphonie-Orchesters zum Eintrittspreis von 20 Pfennigen statt, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Der Deutsche Arbeiter-Theater-Bund veranstaltete regelmäßig Theater-Aufführungen. Daneben gab es Bildungsveranstaltungen aller Art. Ende März 1933 besetzte der SA-Sturm 33 das Volkshaus und nannte es “Maikowski-Haus”. Bis zum November 1933 wurde der Keller des Hauses von den Nationalsozialisten als “wildes Konzentrationslager” missbraucht, in dem auch gefoltert wurde. Mindestens vier der Gefangenen wurden hier ermordet. 1936 eröffnete der Schausteller Max Döring im Saalgebäude eine Sporthalle für Box- und Ringkämpfe. 1939 wurde ein Spezialhaus für Automobil-Ersatzteile eingerichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde es bei einem Bombenangriff im November 1943 zerstört. 1961 wurden die Ruinen abgeräumt. Heute befindet sich hier eine Jugendverkehrsschule.

Im Auftrag

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