Bauarbeiten an Dach und Fassade – Konflikte mit dem Artenschutz

Pressemitteilung vom 26.05.2011

Das Umweltamt weist als Untere Naturschutzbehörde auf den Schutz der sogenannten gebäudebrütenden Arten hin.

Umweltstadträtin Martina Schmiedhofer appelliert an alle Hauseigentümer, die planen, Arbeiten an Ihren Gebäuden durchzuführen:

„Haussperlinge, Hausrotschwänze, Mauersegler, Mehlschwalben und Fledermäuse als Gebäudebrüter sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Dies gilt auch für deren Lebensstätten an Gebäuden, wie Nischen in unverputzten Brandwänden, Mauerausbrüchen unter Regenrinnen oder offenen Jalousiekästen, die von den genannten Tierarten genetisch bedingt oft über lange Jahre genutzt werden. Die Lebensstätten sind daher, unabhängig davon, ob sie aktuell genutzt werden, ganzjährig geschützt. Holen Sie sich daher unbedingt Rat von Fachleuten aus den Naturschutzverbänden und den Naturschutzbehörden.

Die Tiere dürfen nicht beeinträchtigt und ihre Lebensstätten nicht verschlossen oder gar zerstört werden. Sollten Arbeiten am Gebäude erforderlich werden, die einen Erhalt der Lebensstätten nicht zulassen, bedarf es einer naturschutzrechtlichen Genehmigung (Befreiung) der obersten Naturschutzbehörde, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Sofern Arbeiten durchgeführt werden, ohne dass eine solche Befreiung vorliegt oder ohne dass deren Auflagen beachtet werden, handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutzrecht, die ordnungsrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen.“

Die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde Charlottenburg-Wilmersdorf sind unter Tel 9029-14551 und –14552 oder per Mail unter Peter.Buechner@charlottenburg-wilmersdorf.de und Andreas.Bader-Greiner@charlottenburg-wilmersdorf.de zu erreichen.

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