Gebäudebrüterschutz – eine Maßnahme zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Pressemitteilung vom 06.06.2008

Es gibt viele Möglichkeiten zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen. Das Umweltamt Charlottenburg-Wilmersdorf befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Schutz der sog. Gebäudebrüter, also mit Maßnahmen zum Erhalt der Lebensstätten von Tieren, die an Gebäuden leben, wie z. B. Fledermäusen, Haussperlingen, Mauersegler, Mehlschwalben und Turmfalken. Die Vögel sind durch das Artenschutzrecht geschützt und erfreuen uns mit Flugkünsten und ihrem Gezwitscher. Deren Niststätten sind überwiegend versteckt, z. B. hinter Regenfallrohren, unter Regenrinnen und Dachziegeln, in Jalousiekästen und in Nischen unverputzter Brandwände an Häusern. Um die Lebensstätten der Tiere schützen zu können, ist es erforderlich, diese zu kennen.
Daher bittet Martina Schmiedhofer, die Umweltstadträtin, nach Abschluss der 9. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt in Bonn die Bevölkerung um Mithilfe

Martina Schmiedhofer:
„Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich selbstverständlich durch den Beitritt an dem „count-down 2010“ der IUCN (International Union for Conservation of Nature) beteiligt. Unser Schwerpunkt als Innenstadtbezirk ist der Schutz der Gebäudebrüter. Helfen Sie uns, die Lebensstätten der Gebäudebrüter zu erhalten. Achten Sie auf Haussperlinge, Mauersegler etc. an Ihrem Wohnhaus und an anderen Gebäuden und melden Sie uns das Vorkommen der Tiere. Denken Sie bei bevorstehenden Sanierungen Ihres Hauses an die möglichen Nistplätze der Tiere und lassen Sie sich rechtzeitig von den Mitarbeitern des Umweltamtes beraten. Sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Bezirk. In den vergangen Jahren wurden Dank der Meldungen von engagierten Bürgern, dem Engagement von Naturschutzverbänden und der Eigeninitiative der Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde in unserem Bezirk weit über 1000 Lebensstätten erfasst. In der Folge konnten, nach entsprechenden Interventionen des Umweltamtes, sehr viele Lebensstätten, die ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit im Zuge von Bauarbeiten vernichtet worden wären, erhalten werden.“

Ansprechpartner:
Herr Andreas Bader-Greiner, E-Mail: andreas.bader-greiner@charlottenburg-wilmersdorf.de, und Herr Peter Büchner, E-Mail: peter.buechner@charlottenburg-wilmersdorf.de. Die Fax-Nummern des Umweltamtes lauten: 90 29–14 505, -14 506.

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