Gedenktafelenthüllung für Erich und Julie Neumann

Pressemitteilung vom 27.04.2007

Sozial- und Gesundheitsstadträtin Martina Schmiedhofer beteiligt sich am Sonntag, dem 6.5.2007, um 16.00 Uhr an dem Haus Pariser Str.4, 10719 Berlin an der Enthüllung einer Gedenktafel, die an die Charlottenburg-Wilmersdorfer Psychoanalytiker Erich und Julie Neumann erinnert, die als Juden nach 1933 zur Emigration gezwungen waren. Die Tafel wurde von Mitgliedern der DGAP (Deutsche Gesellschaft für analytische Psychologie) initiiert und gestiftet und enthält folgenden Text:

Der am 23.1.1905 in Berlin geborene Erich Neumann studierte hier Philosophie, Psychologie und Medizin und machte 1933 sein Erstes Staatsexamen in Medizin. 1933/34 erhielt er in der Schweiz bei C.G. Jung eine tiefenpsychologische Ausbildung. Seit 1934 unterhielt er in Tel Aviv eine Privatpraxis für Psychotherapie. Neumann gilt als der bedeutendste Schüler C. G. Jungs, dessen Analytische Psychologie er entscheidend weiterentwickelte. Bis zu seinem Tod am 5.11.1960 in Tel Aviv blieb er mit Jung eng verbunden und befreundet. Seine Frau Julie Neumann wurde eine der bekanntesten Psychoanalytikerinnen in Israel.

Bei der Feier wird auch über die Psychoanalyse unter der nationalsozialistischen Diktatur und das teilweise problematische Verhalten C. G. Jungs referiert.
Die Kinder von Erich und Julie Neumann werden anwesend sein.
Information: Dr. Elke Metzner, Nürnberg, Tel 0911/9330680

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