Studie des Finanzsenators ergibt: Bezirke sind Spitze

Pressemitteilung vom 08.12.2006

Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen hat nach einer ersten Durchsicht des Städtevergleichs von Finanzsenator Sarrazin festgestellt:
“Das Ergebnis der Studie muss korrigiert werden. In Wahrheit sind die Berliner Bezirke Spitze. Der Finanzsenator hat die Ergebnisse der einzelnen deutschen Städte jeweils mit dem Durchschnitt der Berliner Bezirke verglichen. Das ist methodisch unzulässig, denn natürlich kommen bei dieser Sichtweise die Spitzenwerte der einzelnen Bezirke nicht zum Vorschein, sondern Berlin bleibt logischerweise immer Durchschnitt.
Bei dem korrekten Vergleich einzelner Bezirke mit den einzelnen Städten ergibt sich: Berliner Bezirke belegen in vielen Bereichen Spitzenplätze. Eine Personaleinsparung lässt sich aus der Studie des Finanzsenator nicht ableiten. Solch ein Vergleich wird beispielsweise von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung KGST beim Deutschen Städtetag systematisch und regelmäßig erstellt. Es ist mir unverständlich, weshalb der Finanzsenator eine methodisch völlig unzulängliche eigene Studie erstellen lässt, anstatt die Daten aus diesem wissenschaftlich fundierten Projekt zu verwenden.
Ich bin sicher, dass eine gründliche Analyse der Daten des Finanzsenators gemeinsam mit allen 12 Bezirken ergeben wird: Beim Vergleich der Daten aus den bundesdeutschen Städten mit den einzelnen Bezirken, liegen die Bezirke insgesamt nicht schlechter als die Städte. Wenn man dann noch die Zahlen des Finanzsenators von 2003 auf die heutige Situation hochrechnet, kommt man zu dem Ergebnis: Die Berliner Bezirke sind Spitze.
Daraus ergibt sich: Weitere Personaloptimierungspotentiale sind nicht in erster Linie bei den Berliner Bezirken zu suchen, die derzeit nur noch 20 Prozent des Personals der öffentlichen Berliner Verwaltung stellen, sondern bei den übrigen 80 Prozent. Vielleicht sollte der Finanzsenator in seiner eigenen Verwaltung mit der Suche beginnen, in der von hochbezahlten Beamten aus veralteten Zahlen falsche Schlüsse gezogen werden, die nicht nur zu falschen Konsequenzen führen können, sondern die auch dem Image der Berliner Verwaltung bundesweite schweren Schaden zugefügt haben.”

Im Auftrag

Metzger