Theaterstück zum Thema: Gewalt, Mobbing und Bullying unter Jugendlichen

Pressemitteilung vom 09.11.2006

Am Mittwoch, dem 15.11.2006, um 14.00 Uhr findet die Uraufführung des Theaterstückes „Und dann kam Alex“ von Karl Koch im Jugendclub Halemweg 18, 13627 Berlin statt. Anlass ist ein Präventionstag, der Kinder und Jugendliche zu diesem Thema sensibilisieren soll.
Das Stück ist die neueste Produktion des Ensemble Radiks, ein kleines Tournee-Theater mit Sitz in Berlin. Es besteht seit 3 Jahren und ist mit seinen Stücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor allem in den neuen Bundesländern unterwegs. Das Theaterstück „Und dann kam Alex“ entstand in Zusammenarbeit mit Psychologen, erfahrenen Pädagogen sowie dem Bundesverband Mediation e.V. und bietet einen fundierten Beitrag zum Thema Gewaltprävention.

Der fiktive Fall rankt sich um den 17-jährigen Schüler Alex B., der nach eigenen Aussagen über Jahre hinweg von Mitschülern gemobbt und gedemütigt wurde. Um diesen zu imponieren, schlägt er – als Mutprobe – einen wehrlosen älteren Mann, wobei der Schüler gefilmt, per Handy an andere Mitschüler gesendet und von Lehrern der Schule entdeckt wurde. Alex flüchtet und will am nächsten Tag bewaffnet seine Mitschüler dazu bringen, den wahren Umstand seiner Tat offen zulegen. Sein Vorhaben misslingt. Nach mehreren Stunden mit einigen Geiseln in einem Klassenraum, beschließt er, sich das Leben zu nehmen. Hier setzt das eigentliche Stück an: Alex beginnt zu erzählen.

Jugendstadtrat Reinhard Naumann:„Das Stück schneidet Themen an, die häufig mit Jugendgewalt in Zusammenhang gebracht werden. Hier spielen Beziehungslosigkeit innerhalb der Familien, Lehrstellenmangel und Perspektivlosigkeit, Gewaltdarstellungen in den visuellen Medien, aber auch Drogen- und Alkoholkonsum sowie der Zugang zu Waffen eine große Rolle. Die gleichzeitige Opfer- und Täterrolle der Figur „Alex“ soll die Jugendlichen zu Diskussionen herausfordern, zu Fragen und sozialem Handeln anregen. Das besondere am Bullying ist die Systematik, mit der die Opfer schikaniert werden. Die gezielten Attacken sollen den Opfern durch Erniedrigung schaden, und meist geschehen die Angriffe in Situationen, denen die Opfer nicht entfliehen können. Genau diesen Rahmen bietet die Schule, denn Kinder haben nicht die Möglichkeit die Schule zu meiden und sind den Schikanen der Anderen immer wieder schutzlos ausgeliefert. Da die Opfer oftmals sozial isoliert sind und nur sehr wenige bis keine Freundschaften pflegen, ist für sie das Schweigen der Mitschüler um so schmerzhafter und bietet keine Möglichkeit, sich ausreichend zu Wehr zu setzen.“
Informationen:
im Internet www.ensemble-radiks.de
Frau Astrid Scharfe, Produktionsleitung, Tel.: 030 52698183, info@ensemble-radiks.de
Herrn Karl Koch, Künstlerische Leitung, Tel.: 030 53216600, karlkoch@ensemble-radiks.de
Jugendclub Halemweg, Tel.: 030 9029-25267 oder www.jc-halemweg.de .

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