Ausstellungseröffnung zur Politik gegen Gewalt an Frauen

Pressemitteilung vom 02.11.2006

Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen eröffnet am Mittwoch, dem 15.11.2006, um 17.00 Uhr im Festsaal des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin die Ausstellung “Du machst den ersten Schritt, wenn Du anrufst? – 30 Jahre erfolgreiche Politik gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Berlin”. Sie wird vom FFBIZ (Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum) in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf Frau Christine Rabe gezeigt. Bei der Eröffnung wird von 6 Charlottenburger Mädchen das Theaterstück “Braut Widerwillen” aufgeführt.

Im Festsaal kann die Ausstellung mit Begleitprogramm bis zum 29.11.06 montags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr besucht werden. Eine Ausstellungsbroschüre übersetzt die Inhalte der fünf Ausstellungsfahnen ins Englische, Türkische und Russische; ergänzend zu einem umfangreichen Adress- und Telefonverzeichnis wichtiger Anlaufstellen.

Speziell für Jugendliche bietet die Karikaturistin Florence Debray im Rahmen der Ausstellung Zeichenkurse zur Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt an. Diese workshops finden an sechs Nachmittagen jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr statt (17.11., 21.11.,22.11.,23.11., 28.11. und 29.11.) Die Teilnahme ist kostenlos, eine telefonische Anmeldung ist wegen der Begrenzung auf 12 Teilnehmer pro Workshop jedoch erforderlich unter Tel 32104035 oder 4858719. Das weitere Rahmenprogramm mit Filmen, Lesungen und anderem ist auf der website des FFBIZ www.ffbiz.de unter Aktuelles zu finden. Weitere Stationen der Wander-Ausstellung bis vorerst 9. März 2007 sind das Bezirksamt Pankow, die Rathäuser Köpenick, Spandau, Neukölln und die Alice-Salomon-Fachhochschule Hellersdorf.

Im November 1976 eröffnete in Berlin das erste Frauenhaus als bundesweites Modellprojekt, kurz danach das Frauenhaus in Köln. Seitdem entstanden zahlreiche ähnliche Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet. Fast vergessen scheint heute das zähe Ringen um die Modellprojekte bei der inzwischen selbstverständlichen Kooperation mit staatlichen Stellen wie Polizei und Gerichten. Heute gibt es in Berlin 6 Frauenhäuser, davon ein interkulturelles und zahlreiche Zufluchtswohnungen. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Initiativen mit speziellen Beratungsangeboten.
Seit Anfang 2002 können Misshandler infolge des Gewaltschutzgesetzes aus der Wohnung verwiesen werden.
Dr. Ursula Nienhaus und Dr. Carolin Krings-Lazovsky vom FFBIZ stellen fest: “Noch bleibt viel zu tun, auch gegen sexuelle Übergriffe an Jungen und Mädchen. Auch für das Problem der häuslichen Gewalt gilt: Damit wir sinnvolle Perspektiven für die Zukunft entwickeln können, ist die Erinnerung an die Vergangenheit unerlässlich.”

Information beim FFBIZ unter Tel 4858719

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