Gedenktafel für Johanna Moosdorf

Pressemitteilung vom 03.07.2006

Am Mittwoch, dem 12. Juli 2006 wird um 18:30 Uhr das Leben und Werk der Schriftstellerin Johanna Moosdorf (12.7.1911-21.6.2000) mit der Einweihung einer Gedenktafel und einer Veranstaltung gewürdigt.

Die Gedenktafel wird mit den Initiatorinnen Ruth Ellerbrock, Dr. Ilse Kokula und Monika Wissel sowie der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Dr. Marianne Suhr, um 18:30 Uhr am Haus Kastanienallee 27, 14050 Berlin, in dem sie von 1959 bis zu ihrem Tode lebte, eingeweiht. Um 19:00 Uhr findet in der Buchhandlung „Der Divan“, Reichsstr. 104, 14052 Berlin eine Veranstaltung der Volkshochschule City West in Kooperation mit der Buchhandlung statt. Die Referentin ist Dr. Madeleine Marti.

Die in Leipzig geborene Johanna Moosdorf, deren Ehemann Paul Bernstein im KZ ermordet wurde, schuf ein umfangreiches literarisches Werk. Neben Lyrik, Hörspielen und Dramen schrieb sie vor allem Romane und Erzählungen, die den Krieg und den unaufgearbeiteten Faschismus im Alltag und dessen Kontinuität in Deutschland behandelten. Zu ihren bekanntesten Werken zählen „Nebenan“ (1961), „Die Andermanns“ (1969) und „Die Freundinnen“ (1977). Besondere Aufmerksamkeit fanden ihre unkonventionellen Frauengestalten.
Johanna Moosdorf erhielt zahlreiche Literaturpreise, u. a. den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund. Während eines Aufenthalts in der Villa Massimo in Rom begann sie 1963 am Roman „Die Freundinnen“ zu schreiben.

Die Gedenktafel aus Edelstahl enthält folgenden Text:

Im Auftrag

Metzger