Museumsbund stellt Leitfaden zu kolonialem Erbe vor

Museumsbund stellt Leitfaden zu kolonialem Erbe vor

Die koloniale Geschichte lastet auf den Depots vieler Museen in Deutschland. Aufarbeitung des kolonialen Erbes ist wissenschaftlich kompliziert, zeitaufwendig und teuer.

Koloniale Geschichte

© dpa

Eine Colon-Figur aus Holz, die einen afrikanischen Soldaten im Dienst der deutschen Schutztruppe darstellt, ist in einem Muesum ausgestellt.

Für die umfassenden Vorgänge hat der Deutsche Museumsbund einen neuen Leitfaden zusammengestellt. Die Hilfe für den «Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten» soll heute (23. Februar 2021) in Berlin vorgestellt werden. Die Publikation will Museen ermutigen, sich mit ihrem kolonialen Erbe auseinanderzusetzen. Gleichzeitig werden Träger und Kulturpolitiker aufgefordert, die Museen finanziell und personell in die Lage zu versetzen, die Aufarbeitung des kolonialen Erbes als dauerhafte Aufgabe zu verankern.
Bund und Länder hatten vor zwei Jahren die wichtigsten Punkte in einem gemeinsamen Papier festgeschrieben. «Das während der Zeit des Kolonialismus geschehene Unrecht und seine zum Teil bis heute nachwirkenden Folgen dürfen nicht vergessen werden», heißt es darin. Die Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte gehöre zum demokratischen Grundkonsens.
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© SMB/Sandra Steiß

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. Februar 2021 08:12 Uhr

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