Werkstattgalerie zeigt Bronzeskulpturen von Heinz Mack

Werkstattgalerie zeigt Bronzeskulpturen von Heinz Mack

Ausstellungen sind in Corona-Zeiten schwer zu finden, Museen müssen weiter geschlossen bleiben. Galerien sind zwar Orte der Kunst, gelten bei den aktuellen Maßnahmen aber als Verkaufsstätten und dürfen deswegen - im Gegensatz zu den Einschränkungen im Frühjahr - ihre Türen für Kunstsuchende geöffnet halten.

Heinz Mack: Skulpturen (5)

© dpa

Die Bronzeskulptur "Blühende"(r) des Bildhauers und Malers Heinz Mack steht in der Galerie der Bronzegießerei Hermann Noack.

So kann die Berliner Werkstattgalerie Hermann Noack die Ausstellung «Heinz Mack - Bronzeskulpturen 1984-2020» seit Freitag bis zum 29. Januar 2021 präsentieren.
Mack gründete 1957 mit Otto Piene die Künstlergruppe Zero, die Ende der 50er bis Mitte der 60er Jahre im Nachkriegsdeutschland eine «Stunde Null» der Kunst markieren wollte. Auch Günther Uecker stieß später dazu. Mack war 1959 und 1964 auf der documenta in Kassel vertreten, 1970 gestaltete er den deutschen Pavillon während der Biennale in Venedig. Bekannt sind vor allem seine gegenstandslosen Skulpturen, die auch an zentralen Orten vieler Städte zu finden sind, etwa in Düsseldorf, Frankfurt oder Berlin.
Seit 1984 entstanden viele Arbeiten von Mack in der Bildgießerei von Hermann Noack. Die Gießerei zählt zu den wichtigsten Werkstätten zeitgenössischer Kunst, hier werden Arbeiten von Anselm Kiefer, Tony Cragg oder Georg Baselitz gefertigt. Auch die Berlinale-Bären werden dort hergestellt.
Die Ausstellung zeigt in der zentralen Halle fünf neue Arbeiten Macks, die er im Lauf eines Jahres in den Werkstätten entwickelte und gestaltete. Auch diese teils mehr als zwei Meter hohen Skulpturen leben durch das für Macks Werk so zentrale Spiel mit dem Licht. Die miteinander kombinierten Formen variieren, Strukturen wechseln, unterschiedliche Oberflächen der Bronzen brechen das Licht in immer anderer Weise.
Den Arbeiten Macks, die im Anschluss an die Ausstellung in Craggs Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal gezeigt werden, hat Kuratorin Isabella Mannozzi in einem zweiten Raum Werke von Zeitgenossen aus den Beständen des Skulpturenforums Noack gegenübergestellt. Dort sind Arbeiten unter anderem von Markus Lüpertz und Henry Moore zu finden.
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| Aktualisierung: Freitag, 4. Dezember 2020 09:59 Uhr

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