Ausstellung zeigt Eisenzeit als Europa ohne Grenzen

Ausstellung zeigt Eisenzeit als Europa ohne Grenzen

Die Ausstellung «Die Eisenzeit. Europa ohne Grenzen» markiert eine neue Etappe der deutsch-russischen kulturellen Zusammenarbeit. Nach den Ausstellungskooperationen zur «Merowingerzeit» (2007) und «Bronzezeit» (2013) steht nun die Epoche im Zentrum, die das erste Jahrtausend vor Christus umspannt.

Gezeigt werden dafür seit Dienstag in der kleinen Eremitage in St. Petersburg (bis zum 28. Februar) mehr als 1600 Exponate auch aus den archäologischen Sammlungen des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte. Anschließend soll die Ausstellung vom 15. April bis zum 15. Juli im Staatlichen Historischen Museum Moskau präsentiert werden. Das Projekt ist Teil des Deutschlandjahres in Russland.
Knapp die Hälfte der gezeigten Objekte gelangte als Folge des Zweiten Weltkriegs von Berlin in die damalige Sowjetunion. Dies sei aber «keine Beutekunstausstellung», sagte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie baue jedoch auf den kriegsbedingt verlagerten Objekten auf. Parzinger sprach von einem «neuen Baustein in der langen Erfolgsgeschichte deutsch-russischer Zusammenarbeit». Mit der Ausstellung werde eine dynamische Epoche präsentiert, die Europa in Wallung gebracht habe.
Viele der Objekte sind erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder zu sehen. Von einigen Stücken waren Lagerort und Zustand über Jahrzehnte nicht oder kaum bekannt. Die kriegsbedingt verlagerten Objekte sind in der Ausstellung gemeinsam mit rund 250 Objekten aus dem Bestand des Berliner Museums zu sehen. Damit werden die Fundkomplexe aus der Eisenzeit erstmals seit 80 Jahren wieder zusammengeführt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. November 2020 16:17 Uhr

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