«Masculinities»: Ausstellung zur Männlichkeit im Gropius-Bau

«Masculinities»: Ausstellung zur Männlichkeit im Gropius-Bau

Wie sieht Männlichkeit aus? Wann wird es toxisch? Und wo ist die Abgrenzung zu weiblichen Motiven?

Ausstellung "Masculinities: Liberation through Photography“"

© dpa

Das Werk "The Nazis“" (1998/2019) von Piotr Uklanski hängt in der Ausstellung.

Der Berliner Gropius-Bau zeichnet in der Ausstellung «Masculinities: Liberation through Photography» (16. Oktober bis 10. Januar) die Entwicklung in der fotografischen Darstellung von Männlichkeitsbegriffen nach. Die Schau in Zusammenarbeit mit dem Barbican Centre London vereint dafür mehr als 300 Arbeiten von 50 Künstlerinnen und Künstlern. Zu den prominenten Namen zählen etwa Laurie Anderson, Richard Avedon, Rotimi Fani-Kayode, Peter Hujar, Robert Mapplethorpe, Annette Messager oder Wolfgang Tillmans. Daneben sind auch Serien und Einzelarbeiten weniger bekannter Fotografinnen und Fotografen zu entdecken.

Auseinandersetzung mit der Männlichkeit in all ihren Facetten

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau, sieht in der Ausstellung «eine nuancierte Auseinandersetzung mit Männlichkeiten in all ihren Facetten und Zwischentönen». Dafür schuf Kuratorin Alona Pardo vom Barbican Centre London die Präsentation in Kapiteln wie «Die Erschütterung des Archetyps», «Männliche Ordnung: Macht, Patriarchat und Raum» oder «Zu nah an zu Hause: Familie und Vaterschaft».

Klischees und Klischeebruch zugleich

Überlieferte Klischees und einschlägige Darstellungen von Stärke und Macht sind ebenso zu finden wie der Umgang mit dem bewussten Aufbruch - bis hin zu neuen Klischees - etwa bei «Männlichkeit queeren» mit neuen Ästhetiken aus der offenen agierenden schwulen Szene seit den 1960er Jahren.
«Die Rückeroberung des Schwarzen Körpers» thematisiert das Bemühen, einem weißen Blick auf Schwarze neue Aspekte entgegenzusetzen. Um die Perspektive geht es auch bei «Frauen über Männer: Die Revidierung des männlichen Blicks», etwa mit einer kleinteiligen Serie von Marianne Wex zur Fuß- und Beinstellung von Frauen und Männern bei Porträtaufnahmen.
Masculinities: Liberation through Photography
© Rotimi Fani-Kayode

Masculinities: Liberation through Photography

16. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021

Die Ausstellung «Masculinities: Liberation through Photography» im Gropius Bau bietet eine fotografische Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit und Komplexität. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. Oktober 2020 16:27 Uhr

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