Ausstellung blickt auf die Fotografie der 80er Jahre

Ausstellung blickt auf die Fotografie der 80er Jahre

Fotografie als Kunstrichtung hat sich seine Anerkennung in manchem Museum erst erkämpfen müssen.

  • Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980 (1)© dpa
    Personen gehen durch die Ausstellung "Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980" im Museum für Fotografie.
  • Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980 (2)© dpa
    Steffen Siegel, Kurator der Ausstellung "Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980", steht vor Bildern von Reinhard Matz.
  • Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980 (4)© dpa
    Personen gehen durch die Ausstellung "Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980" im Museum für Fotografie.
  • Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980 (3)© dpa
    23.06.2020, Berlin: Die Sammlung aller 32 Ausgaben des Fotomagazines "Fotografie" des Herausgebers Wolfgang Schulz ist vollständig in der Ausstellung "Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980" zu sehen.
Noch Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde darüber diskutiert, welche Art von Fotos die museale Schwelle überschreiten konnten. Etwa aus dieser Zeit erzählt die Ausstellung «Fotografie. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980» im Berliner Museum für Fotografie (25. Juni bis 11. Oktober).

Schulz gründete Magazin für internationale Fotokunst

Schulz, selbst Fotograf, gründete 1977 in Göttingen das Magazin «Fotografie» als Zeitschrift für internationale Fotokunst. Bis zur Einstellung des Heftes 1985 erschienen 40 Ausgaben, die sich im Lauf der Zeit mit dem Untertitel «Kultur jetzt» auch anderen Kunstbereichen öffnete.

240 Arbeiten im Museum für Fotografie zu sehen

Für die Ausstellung im Museum für Fotografie haben die Kuratoren alle Titel zusammentragen können, deren Cover nun eindrucksvoll in die 240 gezeigten Arbeiten einführen. Schulz selbst, dessen Fotografien ein Teil der Ausstellung reserviert ist, veröffentlichte seine Arbeiten nur in der ersten Ausgabe.

Aufnahmen von Matz Reinhard, André Gelpke, Miron Zownir und Angela Neukes

Mit jedem Heft sollte Schulz neue Positionen entdecken, Fotografen vorstellen, mit Themen anecken. Dazu zählt etwa die «Wurst»-Serie von Matz Reinhard aus 1981, die Aufnahmen von André Gelpke aus dem Nachtleben der späten 70er Jahre, die ungefilterten Blicke auf Sex, Drogen, Abgründe von Miron Zownir in Berlin (1980). Daneben stehen Ikonen der dokumentarischen Fotografie, etwa Angela Neukes Aufnahmen der Trauerfeier für den 1977 von der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer direkt neben ihren Bildern von der Beerdigung der RAF-Mitglieder Gudrun Ensslin, Andreas Bader und Jan-Carl Raspe aus demselben Jahr.
Fotoausstellung
© dpa

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© Alejandro – stock.adobe.com

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Juni 2020 08:32 Uhr

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