Nach Kritik: Ausstellung zur Wannsee-Konferenz geändert

Nach Kritik: Ausstellung zur Wannsee-Konferenz geändert

Nach kritischen Nachfragen und internen Debatten hat die Gedenkstätte zur Wannsee-Konferenz in Berlin einen Teil ihrer neuen Dauerausstellung geändert.

Haus der Wannsee-Konferenz

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Die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz ist zu sehen.

Eine Station, bei der die Besucher aufgefordert werden, über Lehren aus der Verfolgung der Juden nachzudenken, werde in dieser Form nicht in Betrieb genommen, sagte der Direktor der Gedenkstätte, Hans-Christian Jasch, am 17. Januar 2020.

Vergleich der Ausgrenzung in der NS-Zeit mit der in der Gegenwart

An der Station mit einem Video-Monitor wurden Bilder etwa mit einer Verbotstafel für junge, männliche Flüchtlinge vor einem Schwimmbad aus dem Sommer 2016 in Bezug zur Vertreibung der Juden aus dem öffentlichen Leben gesetzt. Die Zeichnung des Publikumsandrangs vor einem Laden für Billigkleidung wiederum wurde mit dem Verkauf von Besitz deportierter Juden in der NS-Zeit verbunden.

Debatte über Zuschauen und Wegsehen

Die Absicht sei, damit eine Debatte über Zuschauen und Wegsehen anzustoßen und keine Vergleiche zu ziehen, hatte die stellvertretende Direktorin Elke Gryglewski noch am 16. Januar gesagt. Sollten Missverständnisse aufkommen, wolle die Ausstellung auf solche Beispiele verzichten.

Eröffnung der Ausstellung am 19. Januar 2020

Die Ausstellung über das Treffen von 15 Vertretern aus Ministerien und dem NS-Machtapparat am 20. Januar 1942 zur Organisation des Holocaust wird am 19. Januar im Haus der Wannsee-Konferenz eröffnet.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. Januar 2020 13:46 Uhr

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