Jacques Herzog: Berlin hat immer auch Angst vor Veränderung

Jacques Herzog: Berlin hat immer auch Angst vor Veränderung

Der Architekt des umstrittenen Museums des 20. Jahrhunderts in Berlin, Jacques Herzog, kann die Kritik an dem 450 Millionen Euro teuren Projekt verstehen.

Das Modell des Siegerentwurfs für das Museum der Moderne

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Das Modell des Siegerentwurfs für das Museum des 20. Jahrhunderts.

«In Berlin gibt es ein sehr demokratisches Verständnis, aber immer auch Angst vor Veränderung», sagte der Architekt vom Schweizer Büro Herzog & de Meuron am Dienstagabend während der Aufzeichnung einer Sendung von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat zur Zukunft kultureller Architektur. Große Architektur können an entscheidenden Stellen eine Stadt neu erfinden und Kräfte mobilisieren.
Herzog diskutierte mit seinen ebenso renommierten Architekturkollegen David Chipperfield, Regine Leibinger, HG Merz und Franco Stella. Merz forderte, kulturelle Bauten müssten sich in der Zukunft mehr für Publikum und Umgebung öffnen. Leibinger betonte die zunehmende Rolle von Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Chipperfield verwies darauf, dass architektonischer Wandel Städte nicht automatisch besser mache. In Berlin etwa hätten Menschen auch «Angst, ihre Stadt zu verlieren». Bei öffentlichen Bauten wie Museen seien die Menschen zudem mehr engagiert.
Museum des 20. Jahrhunderts
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Museum des 20. Jahrhunderts

In dem für das Jahr 2026 geplanten Museum des 20. Jahrhunderts soll die weltweit einmalige Sammlung der Nationalgalerie in gebührendem Umfang gezeigt werden. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. November 2019 08:10 Uhr

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