Sound des Pergamonaltars: Installation im Hamburger Bahnhof

Sound des Pergamonaltars: Installation im Hamburger Bahnhof

Wie klingen hellenistische Giganten? Der türkische Künstler Cevdet Erek hat sich vom Fries des berühmten Pergamonaltars zu einer Soundinstallation in einer dem Altar nachempfundenen Holzkonstruktion inspirieren lassen.

Cevdet Erek - Soundinstallation

© dpa

18.10.2019, Berlin: Ein Mann sitzt im Hamburger Bahnhof vor einem Werk des in Istanbul lebenden Künstlers und Musikers Cevdet Erek. In seiner Architekturinstallation bezieht er sich auf den Berliner Pergamonaltar und interpretiert das hellenistische Bauwerk neu.

«Cevdet Erek. Bergama Stereo» ist in Berlin bis zum 8. März in der großen Halle des Hamburger Bahnhofs - Museum der Gegenwart zu sehen und zu hören. Bergama ist der türkische Name für das antike Pergamon. Der berühmte Gigantenfries, dessen Fragmente wegen umfassender Arbeiten im Pergamonmuseum aktuell hinter Schutzkonstruktionen versteckt sind, gelangte Ende des 19. Jahrhunderts vom ursprünglichen Standort in der heutigen Westtürkei nach Berlin.
Der Sound der Installation füllt die riesige Haupthalle des Hamburger Bahnhofs mit einem wummernden Bassklang, der sich kaum zu verändern scheint. Die Feinheiten der Arbeit erschließen sich erst beim Gang durch die Halle, durch das Abschreiten der Altarumrisse, beim Auf- und Abstieg von der Konstruktion. Je nach Standort variieren die Soundcollagen, komme neue Töne und Sounds hinzu, verändern sich Tonlagen. Mit der Ausstellung wird das 20-jährige Jubiläum der Reihe «Musikwerke Bildender Künstler» gefeiert. Seit 1999 wurden damit musikalische Werke und Installationen unter anderem von Hanne Darboven oder Yves Klein präsentiert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. Oktober 2019 16:26 Uhr

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