Merkel tauscht umstrittene Nolde-Bilder aus

Merkel tauscht umstrittene Nolde-Bilder aus

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt zwei Gemälde des Malers Emil Nolde (1867-1956) aus ihrem Amtszimmer zurück.

Angela Merkel in ihrem Büro vor Emil Nolde-Gemälde

© dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrem Büro im Bundeskanzleramt vor einem Gemälde von Emil Nolde.

«Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte die Bundeskanzlerin gebeten, das Gemälde «Brecher» von Emil Nolde an die Stiftung als Eigentümerin des Kunstwerks zurückzugeben», teilte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am 04. April 2019 in Berlin mit.

Dieser Bitte komme die Kanzlerin selbstverständlich gerne nach

Neben diesem Bild werde sie auch das zweite, in ihrem Arbeitszimmer hängende Gemälde an die Stiftung zurückgeben. Der Deutschlandfunk hatte zuvor berichtet, Merkel wolle die Gemälde «Brecher» (1936) und «Blumengarten (Thersens Haus)» (1915) zurückgeben.

Nolde ist wegen seiner Rolle im Nationalsozialismus umstritten

Nach Angaben der Stiftung sollen die beiden Bilder in der am Donnerstag in Berlin beginnenden Ausstellung «Emil Nolde - Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus» gezeigt werden. Dabei soll es auch um neue Erkenntnisse von Wissenschaftlern über das Verhältnis Noldes zu den Nazis gehen.

Merkel bekommt zwei Bilder von Karl Schmidt-Rottluff

Zugleich teilte die Regierungssprecherin mit, die Kanzlerin nehme gerne das Angebot der Stiftung an, künftig zwei Bilder des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) in ihrem Arbeitszimmer aufhängen zu können. Dabei handele es sich um die Werke «Haus unter Bäumen» (1910) und «Häuser am Kanal» (1912).
Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin
© Jens Ziehe

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. April 2019 13:54 Uhr

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