Nationalgalerie zeigt erstmals Jack Whitten in Europa

Nationalgalerie zeigt erstmals Jack Whitten in Europa

Die Nationalgalerie zeigt als erstes Museum in Europa Arbeiten des US-amerikanischen Malers Jack Whitten.

Ausstellung "Jack Whitten. Jack's Jacks"

© dpa

Menschen stehen vor dem Werk «Apps for Obama» des US-amerikanischen Malers Jack Whitten.

Im Hamburger Bahnhof haben Nationalgalerie-Direktor Udo Kittelmann und Co-Kurator Sven Beckstette 30 Arbeiten aus der Zeit zwischen 1964 bis 2018 zusammengetragen. Nach der Eröffnung an diesem Donnerstag sollen «Jack's Jacks» von Freitag an bis zum 1. September gezeigt werden.
Jack’s Jacks
© Carsten Koall/dpa

Fotos: Jack’s Jacks

Im Hamburger Bahnhof sind Werke des US-amerikanischen Malers Jack Whitten sehen. Die Ausstellung wurde noch mit Whitten gemeinsam konzipiert, der 2018 überraschend verstarb. mehr

Jack Whitten ist 2018 gestorben

Die Ausstellung wurde nach Angaben Kittelmanns noch mit Whitten gemeinsam konzipiert, der dann 2018 überraschend gestorben sei. «Jack's Jacks» besteht aus Arbeiten, mit denen Whitten seinen Wegbegleitern, Bekannten oder persönlichen Helden huldigte.

Whitten widmete Werke auch Martin Luther King oder Barack Obama

Whitten widmete Arbeiten etwa seinen Förderern wie Willem de Kooning oder Norman Lewis, als Jazz-Fan verewigte er John Coltrane, B.B. King oder Prince, andere Arbeiten tragen die Namen künstlerischer Wegbegleiter wie Louise Bourgeois, Andy Warhol oder Robert Rauschenberg. In seiner eigenen Sicht hatte Whitten als aus dem Süden der USA stammender Afro-Amerikaner nie die Freiheit, in seinen Arbeiten unpolitisch sein zu können. So finden sich auch Arbeiten, die Politikern wie Martin Luther King oder Barack Obama gewidmet sind.

Auffällig ist vor allem die Materialität der Malerei, mit der Whitten einen abstrakten Expressionismus umsetzte

Viele Arbeiten wirken, als habe er mit Glas, Scherben, Plastik oder bunten Steinen gearbeitet. Tatsächlich setzen sich die Bilder nur aus Farbe zusammen, die Whitten trocknen ließ und dann als meist geschnittene Teile zu einem neuen Bild zusammenfügte. «Ich mache ein Bild, ich male kein Bild», beschrieb Whitten selbst diesen Prozess. Auf diese Weise sind die Arbeiten optisch wie Mosaike zusammengesetzt und bekommen zudem die Erhabenheit eines Reliefs.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019 15:33 Uhr

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