Römischer Pferdekopf wird in Berlin gezeigt

Römischer Pferdekopf wird in Berlin gezeigt

Ein in Mittelhessen gefundener Pferdekopf aus der Römerzeit hat einen großen Auftritt in Berlin. Die wertvolle Skulptur gehört ab Mittwoch (7. November 2018) im Martin-Gropius-Bau der Archäologie-Ausstellung «Bewegte Zeiten» an.

  • 2000 Jahre alter Pferdekopf© dpa
    Ein 2000 Jahre alter Pferdekopf aus vergoldeter Bronze liegt im Martin-Gropius-Bau auf einem Tisch. Foto: Arne Immanuel Bänsch
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    Matthias Wemhoff (r), Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, und Udo Recker (l), Archäologe beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen, betrachten im Gropius-Bau einen 2000 Jahre alten Pferdekopf aus vergoldeter Bronze.
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    Matthias Wemhoff (r), Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, und Udo Recker (l), Archäologe beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen, betrachten im Gropius-Bau einen 2000 Jahre alten Pferdekopf aus vergoldeter Bronze.
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    Gäste betrachten einen 2000 Jahre alten Pferdekopf aus vergoldeter Bronze im Gropius-Bau. Der 15 Kilo schwere, aus Bronze gefertigte und vergoldete Kopf, wurde bei Ausgrabungen 2009 in Waldgirmes entdeckt.
Mitarbeiter des hessischen Landesamtes für Denkmalschutz brachten das 2000 Jahre alte und 15 Kilo schwere Exponat am 06. November 2018 in das Museum.
«Der Pferdekopf gehört sicherlich zu den bedeutendsten Fundstücken der vergangenen Jahre - nicht nur in Hessen», teilte der hessische Kunstminister Boris Rhein (CDU) mit. Der Kopf ist seit dem Sommer im Römerkastell Saalburg bei Bad Homburg zu sehen. Man freue sich, dass das Stück nun einer noch größeren Öffentlichkeit gezeigt werde, sagte Rhein. Der Minister betonte aber, dass die Schau in Berlin die einzige Ausnahme bleibe, wo der Originalfund gezeigt werde.
Einst gehörte der aus Bronze gefertigte und vergoldete Pferdekopf zu einem Reiterdenkmal, das wohl den römischen Kaiser Augustus (63 v. bis 14 n. Christus) darstellte. 2009 wurde er im mittelhessischen Lahnau-Waldgirmes in einem Brunnenschacht gefunden. Um das Fundstück gibt es schon seit langem Streit: Der Mann, auf dessen Grundstück die Bronzeskulptur entdeckt wurde, hatte eine Entschädigung verlangt. Im Juli sprach ihm die erste Instanz 773 000 Euro zu, die Berufung des Landes ist noch anhängig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. November 2018 08:57 Uhr

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