Ausstellungsstücke in Bibelmuseum sind teilweise Fälschungen

Ausstellungsstücke in Bibelmuseum sind teilweise Fälschungen

Das Bibelmuseum in Washington hat fünf Fragmente der berühmten Schriftrollen vom Toten Meer aus seiner Ausstellung entfernt, weil sie sich als Fälschungen entpuppt haben. Fünf von 16 ausgestellten Fragmenten wiesen Merkmale auf, die einem antiken Ursprung widersprächen, sie würden daher nicht weiter ausgestellt, teilte das Museum mit.

Frühere Studien hatten die Echtheit der Fragmente angezweifelt. Das Museum hatte diese daraufhin zu einer eingehenden Untersuchung an die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin geschickt. Die Fachleute dort hielten die Fragmente nicht für echt.
Das Museum habe sich ein anderes Ergebnis gewünscht, sagte der Chefkurator Jeffrey Kloha. Man nehme das Resultat aber zum Anlass, um die Öffentlichkeit über die Bedeutung solcher Prüfungen biblischer Artefakte aufzuklären. Die Schriftrollen vom Toten Meer gehören zu den bislang ältesten bekannten Bibelhandschriften.
Das Bibelmuseum hatte im vergangenen Jahr in der US-Hauptstadt eröffnet. Hauptfinanzierer ist der evangelikale Milliardär Steve Green, Besitzer der Kunsthandwerk-Ladenkette Hobby Lobby.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Oktober 2018 08:14 Uhr

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