Gurlitt-Sammlung in Berlin erstmals im kompletten Überblick

Gurlitt-Sammlung in Berlin erstmals im kompletten Überblick

Die wegen ihrer NS-Vergangenheit umstrittene Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt ist in Berlin jetzt erstmals in einem kompletten Überblick zu sehen.

Das Gemälde "Porträt einer jungen Frau" von Thomas Couture

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Das Gemälde "Porträt einer jungen Frau" von Thomas Couture ist bei einer Pressebesichtigung im Gropius Bau zu sehen.

Nach zwei Einzelausstellungen in Bern und Bonn bietet der Berliner Martin-Gropius-Bau von Freitag an sowohl einen Blick auf die Nazi-Aktion «Entartete Kunst» als auch auf den NS-Kunstraub.
«Und wir haben den Focus noch mehr auf die menschlichen Schicksale gelegt, die hinter diesen Werken stehen», sagte Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle in Bonn und Kurator der Schau, am Donnerstag bei einer Vorbesichtigung.
Die «Bestandsaufnahme Gurlitt», so der Titel der Ausstellung, sollte am Abend mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und dem Berner Regierungspräsidenten Christoph Neuhaus eröffnet werden. Das Kunstmuseum Bern ist als Erbe des Gurlitt-Nachlasses mit beteiligt.
Grütters erklärte vorab, die Schau sei kein Schlusspunkt der Aufarbeitung. «Im Gegenteil, sie ist ein Ausgangspunkt, von dem aus mehr Forschende als bisher mit besserem Rüstzeug als bisher der Wahrheit auf den Grund gehen können.»
Bestandsaufnahme Gurlitt
© dpa

Bestandsaufnahme Gurlitt

14. September bis 07. Januar 2019

Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigt das kontroverse Erbe des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt im geschichtlichen Kontext. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. September 2018 15:21 Uhr

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