Die Mauer - das asisi Panorama zum geteilten Berlin

Die Mauer - das asisi Panorama zum geteilten Berlin

Asisi Panorama
Alle, die heute etwa 30 Jahre oder älter sind, werden sich noch erinnern – an die Tage des Mauerfalls in Berlin 1989. Der Berliner Künstler Yadegar Asisi hat 2012 die Berliner Mauer, das Bollwerk des Kalten Krieges, am Checkpoint Charlie bildlich wieder errichtet – als monumentales Panorama in einem 18 Meter hohen Rundbau.
asisi Panorama Berlin

Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall...

Das Panorama der 1961 gebauten und 1989 überwundenen Berliner Mauer von Yadegar Asisi ist eine sehr persönliche, künstlerisch verdichtete Sicht auf die Zeit des geteilten Berlins: Das monumentale Panorama präsentiert die Berliner Mauer mit Blick von Kreuzberg aus nach Mitte und gibt einen Eindruck vom Leben an und mit der Mauer an einem fiktiven Herbsttag in den 1980er Jahren.

Von der 4 Meter hohen Besucherplattform im Zentrum des Rundbildes sieht der Betrachter das geteilte Berlin von der Sebastianstraße in Kreuzberg im Westteil aus. Der Blick schweift über die erste Mauer, den sogenannten Todesstreifen und die 2. Mauer nach Mitte im Ostteil Berlins.

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Ergänzt wird das Panorama-Erlebnis durch eine Fotoausstellung mit über 80 Bildern von Zeitzeugen, die dem Besucher persönliche Einblicke in die Zeit des Mauerbaus, des Lebens mit der Mauer und des Mauerfalls geben. Seit der Ausstellungsüberarbeitung anlässlich des fünfjährigen Panorama-Jubiläums im Oktober 2017, verweisen Bildtafeln auf die Biografie des Künstlers Yadegar Asisi und seine Herangehensweise in der Entstehung des Panoramas DIE MAUER.

Abgerundet wird der Besuch mit einem Making-Of Film zu Yadegar Asisis Panoramawerken. Ein spannender dokumentarischer Einblick in die Arbeit des Künstlers, von der ersten Idee über die Entstehung der Panoramabilder bis zur finalen Inszenierung durch Licht und Sound.
asisi Panorama Berlin

Ein fiktiver Herbsttag in den 1980er Jahren

An einem fiktiven Herbsttag in den 1980er Jahren sind die Berliner in ihrem alltäglichen Leben zu beobachten: Beim Kreuzberger Wohnungsumzug, als Graffiti-Maler an der Mauer, als Gäste an einer Currywurstbude oder als Betrunkene, die aus einer Eckkneipe stolpern. Auf den grauen Fassaden im Osten sind DDR-Parolen in weiß auf rotem Grund zu sehen, auf den grauen Kreuzberger Fassaden leuchten bunte West-Reklamen. Nicht zu übersehen sind die DDR-Grenzer in ihren Wachtürmen, die über den Todesstreifen hinweg das Leben im Westteil genau beobachten.

asisi Panorama Berlin

Worum geht es Yadegar Asisi?

Alltag an und mit der Mauer, außerhalb der tragischen Ereignisse. In Ost wie West hatte man sich mit der Mauer arrangiert, daran möchte Yadegar Asisi erinnern und hofft, dass das Panorama zum Nachdenken anregt. „Ich bin heute erschrocken über unsere gelebte Normalität in der damaligen Zeit“, stellt Asisi fest. Vor allem der nachgeborenen Generation oder denjenigen, die weit weg von dem Geschehen gelebt haben, gibt das Panorama einen unmittelbaren und emotionalen Eindruck von der Zeit damals.

Yadegar Asisi
© Caro Krekow/asisi

Yadegar Asisi über sein Werk:

„Ich habe in den 80er Jahren in Kreuzberg an und mit der Mauer gelebt. Das Panorama bündelt einen Teil meiner Erfahrungen in vielen Szenen und Details. Ausgehend von der realen Situation zwischen Sebastianstraße und Dresdner Straße habe ich die Bildkomposition so umgesetzt, dass dem Betrachter in vielen Details kleine Geschichten erzählt werden. Sowohl die Topographie der Stadt als auch Zeitgeschichte sind aber verdichtet und künstlerisch überhöht. Ich möchte den Besuchern die Atmosphäre der Zeit vermitteln – und das in Details, die so nicht alle zeitgleich oder an einem Ort geschehen wären.“

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Aktualisierung: 9. April 2019