Spionage im frühen Kalten Krieg. Der Bundesnachrichtendienst in der DDR

Spionage im frühen Kalten Krieg. Der Bundesnachrichtendienst in der DDR
Bild: BAB/ Menke-Schersch

Spionage im frühen Kalten Krieg – so lautete das Thema des Vortrages von Dr. Ronny Heidenreich und darüber diskutierten ausgewiesene Experten der MfS- und Geheimdienstforschung:

  • Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke (Sprecher der „Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968“)
  • Prof. Dr. Rüdiger Bergien (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereiche Nachrichtendienste),
  • Prof. Dr. Daniela Münkel (BStU),
  • Dr. Jens Gieseke (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung)
    und
  • Dr. Ronny Heidenreich (Referent beim Berliner Aufarbeitungsbeauftragten)

Bundesnachrichtendienst verschafft Historiker erstmalig Zugang
Die Tatsache, dass die Wissenschaft überhaupt nun zu Erkenntnissen kommen kann, ist der Entscheidung des Bundesnachrichtendienstes (BND) zu verdanken, erstmals Historikern den Zugang zu seinen Akten zu ermöglichen, wie der Sprecher der Unabhängigen Historikerkommission Klaus-Dietmar Henke hervorhob.

Die Gründe des Scheiterns
Dass der BND mit seiner DDR-Spionage wenig Fruchtbares hervorbrachte, war einerseits den desaströsen internen Zuständen geschuldet, andererseits dem Umstand, dass andere alliierte und westdeutsche Geheimdienste und Vorfeldorganisationen über sehr viel bessere Möglichkeiten verfügten. Dass der BND mit seiner falschen und irreführenden Berichterstattung beispielsweise über den Volksaufstand am 17. Juni 1953 und den Mauerbau 1961 keinen weiteren Schaden anrichtete, war wohl darauf zurückzuführen.

Impressionen

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Medienecho

Rückblick auf die Veranstaltung „Spionage im frühen Kalten Krieg. Der Bundesnachrichtendienst in der DDR
Deutschlandfunk-Beitrag vom 13.02.2020

Interview mit Dr. Ronny Heidenreich zur frühen Spionage im Kalten Krieg
rbb-Kultur-Beitrag vom 11.02.2020

Audiomitschnitt

Einführung: Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke (Sprecher der „Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968")

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Buchvorstellung: Dr. Ronny Heidenreich (Autor des Buches: Die DDR-Spionage des Bundesnachrichtendienstes. Von den Anfängen bis zum Mauerbau, Berlin 2019.)

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Podiumsdiskussion . Teil 1

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Hat die Stasi von der Arbeit des BND profitiert?

Podiumsdiskussion - Teil 2

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Das Wirken von Geheimdiensten in demokratischen Staaten und seine Konsequenzen auf Gesellschaft und Politik.

Publikumsfragen - Teil 1

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Themen: Geld regiert die Welt – auch in der Welt der Spionage - Wirtschaftsspionage - Sabotage - Ziele der Militärspionage?

Publikumsfragen - Teil 2

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Themen: BND 2.0? – die Entwicklung des Bundesnachrichtendienstes - Das Verhältnis der westdeutschen Gesellschaft zum BND - Befragung von Flüchtlingen - Sabotage unter Geheimdiensten

Publikumsfragen - Teil 3

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Themen: Hinrichtungen im Kontext von Geheimdienstaktivitäten - BDN und Stasi – Nur eine Randnotiz? – die Bedeutung von BND und Stasi im Kalten Krieg -

Abschlussrunde

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Themen: Wie aktiv war der BND im Prager Frühling? - Relevanz der BND-Studie