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Zwischen Bat Mizwa und Weltzeituhr? Jung und jüdisch in Ost-Berlin

Vortrag mit Podiumsdiskussion zur Lebenswelt jüdischer Jugendlicher im geteilten Berlin

Grafik VA 21.11.2022 Zwischen Bat Mizwa und Weltzeituhr? Jung und jüdisch in Ost-Berlin
Bild: Gestaltung: Ultramarinrot

Montag, 21. November 2022, 18 Uhr

Veranstaltungsort:

Neue Synagoge Berlin
Oranienburger Str. 28-30
10117 Berlin

Am 3. Oktober 1990 wurden die beiden Berliner jüdischen Gemeinden aus Ost und West zur „Jüdischen Gemeinde zu Berlin“ vereint. Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist inzwischen eine Generation herangewachsen, die Berlin als einen zusammengewachsenen und demokratischen Stadtraum wahrnimmt. Ganz anders sah die Lebenswelt der Jugend während der Teilung aus. Junge Religionsangehörige sowie junge Jüdinnen und Juden standen im sozialistischen, antizionistischen Ost-Berlin hierbei vor besonderen Herausforderungen.

Diese komplexe Lebenswelt, die bislang im öffentlichen Diskurs nicht hinreichend berücksichtigt wurde, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dies nimmt kaum Wunder, fassten die jüdischen Gemeinden in der gesamten DDR bis 1989 nur wenige hundert Mitglieder. Gleichsam sorgten die Gemeinden trotz aller Widrigkeiten im Alltag der sozialistischen Diktatur für die Wahrung kultureller, religiöser und familiärer Traditionen. Doch was bot der Glaube darüber hinaus für die heranwachsende Generation? Wie erlebten Jugendliche den Transformationsprozess 1989/90? Welche Rolle spielte ihr jüdischer Glaube in dieser Zeit, aber auch in den Jahren davor? Welche Bedeutung hatte der Vereinigungsprozess auf gesellschaftlicher, politischer und religiöser Ebene in Berlin für die damaligen Jugendlichen?

Programm

18:00-18:05 Uhr: Begrüßung

Sigmount A. Königsberg
Antisemitismus-Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

18:05-18:20 Uhr: Impulsvortrag

Dr. Sandra Anusiewicz-Baer
Autorin, Koordinatorin des konservativen /
Masorti Rabbinerseminars am Zacharias Frankel College

18:20-19:30 Uhr: Podiumsgespräch

Dr. Sandra Anusiewicz-Baer

Lara Dämmig
Autorin, Vorstandsmitglied von Bet Debora e. V.

André Herzberg
Autor, Musiker der Band „Pankow“, Schauspieler

Judith Kessler
Jüdische Gemeinde zu Berlin

Moderation:

Alice Lanzke
Journalistin

Diskutieren Sie mit!

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 19. November 2022:
heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de

Um einen reibungslosen Einlass zu gewährleisten, möchten wir Sie bitten, ca. 30 Minuten vor dem Veranstaltungsbeginn zu erscheinen.

Programm zum Herunterladen

Flyer Zwischen Bat Mizwa und Weltzeituhr? Jung und jüdisch in Ost-Berlin

PDF-Dokument (483.4 kB)

Kurzbiografien der Podiumsgäste zum Herunterladen

Flyer Kurzbiografien VA 21.11.2022 Zwischen Bat Mizwa und Weltzeituhr? Jung und jüdisch in Ost-Berlin

PDF-Dokument (497.9 kB)

Eine Kooperationsveranstaltung des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V.