Enthüllung einer „Berliner Gedenktafel“ zu Ehren des DDR-Oppositionellen Wolfgang Ullmann

Pressemitteilung vom 03.12.2019

Auf Vorschlag des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ehrt das Land Berlin den Theologen, Politiker und Publizisten Wolfgang Ullmann (18.08.1929 – 30.07.2004) mit einer „Berliner Gedenktafel“. Die Enthüllung der Tafel findet am Montag, 9. Dezember 2019, 14:30 Uhr, in der Tieckstraße 17 in Berlin-Mitte statt, wo Wolfgang Ullmann von 1978/79 bis zu seinem Tode wohnte.

Grußworte:
  • Dr. Torsten Wöhlert (Staatssekretär für Kultur)
  • Dr. Christine Schlund (Stellv. Vorstandsvorsitzende Koepjohann’sche Stiftung)
Laudationes:
  • Tina Krone (Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.)
  • Stephan Bickhardt (Direktor der Evangelischen Akademie Meißen)

Wolfgang Ullmann war Mitglied der DDR-Opposition und 1989/90 Mitbegründer der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“. Er nahm am Zentralen Runden Tisch teil und gehörte der einzigen frei gewählten Volkskammer der DDR an. Nach 1990 wurde er in den Deutschen Bundestag und später in das Europaparlament gewählt. Dort begleitete er die deutsche und europäische Einigung engagiert und kritisch.

Mit der Berliner Gedenktafel ehrt das Land Berlin seit 1985 Persönlichkeiten und erinnert an Ereignisse oder Institutionen, die zur kulturellen, politischen oder wissenschaftlichen Bedeutung Berlins beigetragen haben. Für die Umsetzung ist die Historische Kommission zu Berlin verantwortlich.