BAB startet neue Kiezreihe

Pressemitteilung vom 20.12.2021

Historische Fotos aus Fennpfuhl gesucht

Der Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl ist nicht nur einer der am dichtesten besiedelten Kieze Berlins. Rund um den Anton-Saefkow-Platz befindet sich auch die erste zusammenhängende DDR-Plattenbau-Großsiedlung. Am 2. Dezember 1972 wurde der Grundstein für das Doppel-Hochhaus am Roederplatz gelegt – der Start für das DDR-Wohnungsbauprogramm. Bis heute dominieren die Hochhäuser das Bild des Kiezes.

Hier startet im März 2022 die neue Veranstaltungsreihe des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB): „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ soll das Interesse der Menschen für die Geschichte des eigenen Kiezes im geteilten Berlin wecken. Dabei werden der Alltag in der besetzten Stadt, das Leben mit der Mauer sowie die Diktaturerfahrungen und deren Folgen bis in die heutige Zeit zur Sprache kommen.

Geplant sind im Wohngebiet am Fennpfuhl, wo sich seit 2019 auch die Büroräume des BAB befinden, eine Abendveranstaltung mit Publikumsbeteiligung zur Geschichte des Kiezes, Führungen durch die Siedlung sowie eine begleitende Foto-Ausstellung.

Für die Fennpfuhl-Ausstellung sucht das Team des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten Fotos aus der Zeit von 1945 bis 1990. Wenn Sie solche Aufnahmen besitzen und bereit sind, sie dem BAB für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen, freuen sich die Mitarbeiterinnen über eine Kontaktaufnahme, per E-Mail unter info@aufarbeitung-berlin.de, oder telefonisch unter (0 30) 24 07 92 – 14. Die Fotos werden eingescannt und anschließend zurückgegeben.

Nach dem Auftakt in Lichtenberg wandert die Kiez-Reihe im Mai 2022 nach Staaken im West-Berliner Bezirk Spandau. Im Oktober ist dann der Prenzlauer Berg an der Reihe. Geplant ist, die Reihe in den nächsten Jahren in weiteren der rund 100 Kieze Berlins fortzusetzen.