Arbeit 4.0 - made in Berlin. Der Online-Dialog.

Das Bild zeigt zwei Teilnehmende der Konferenz, die gemeinsam auf ein Smartphone blicken.
Bild: SenIAS/Gregor Fischer - Raum 11

Parallel zur Fachkonferenz am 17. Mai 2017 war das Thema „Digitale Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung von morgen“ Gegenstand eines Online-Dialogs der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Expertinnen und Experten aus Berufsbildung, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik haben eingebracht, was sie unter digitalen Kompetenzen verstehen.

Anregungen dazu waren:

  • „Die neue Arbeitswelt wird eine andere sein als die gewohnte: Jobs, die nicht automatisiert werden können sind Wissensarbeiterjobs, Jobs, in denen Kreativität und Menschlichkeit gefragt ist. Für diese Arbeit sind vor allem Selbständigkeit und die Fähigkeit, sich selbst zu steuern gefragt, sowie Kollaborationsfähigkeiten.“ (Eybisch, Nutzerin von mein.berlin.de)
  • „Tätigkeiten von Menschen werden bei aller Automatisierung immer sinnvoll und wichtig sein. Das symbolische Beispiel klang auf der Konferenz an, dass ein Schulbusfahrer in einem selbstfahrenden Schulbus eine soziale Betreuung der Schüler während der Fahrt machen könnte. Klingt wundervoll, aber entscheidend ist, dass man Möglichkeiten schafft, die Kostenersparnis durch Automatisierung eben für die Bezahlung von Arbeitskräften in diesen neuen Tätigkeitsfeldern umzuschichten.“ (Max schwalbe, Nutzer von mein.berlin.de)
  • „Digitale Kompetenzen sind für mich eine Haltung, neue Dinge auszuprobieren, herauszufinden, wie sie funktionieren und dafür alle technischen und nicht-technischen Möglichkeiten zu nutzen.“ (Tiina Huovila, Lernkoordinatorin an der Berufsschule Tampere, im Beitrag „Spielend fit für die Ausbildung“)
  • „Darunter fasse ich vier Dinge. Erstens zählt dazu die Fähigkeit, Informationen zu beschaffen und weiterzugeben. Zweitens fällt darunter die Fähigkeit, Inhalte selber zu erstellen, ob als Texte, Bilder oder Videos. Drittens gehört dazu das Wissen, wie ich mich aktiv in mein Umfeld einbringen kann. Und viertens geht es darum, kompetent mit der eigenen digitalen Identität und mit den eigenen Daten sicher umzugehen.“ (Daniel José Oliveira, Stadtverwaltung Lissabon, im Beitrag „Im Web gelernt, von der Stadt zertifiziert“)
  • „Natürlich geht es darum, unterschiedliche Medien bedienen sowie eine Maschine oder Software programmieren zu können. Ebenso wichtig sind aber methodische sowie soziale – und Selbst-Kompetenzen. Erst die ermöglichen es, selbstständig zu lernen, Daten zu beschaffen und auszuwerten, in ganz unterschiedlichen Teams zu kommunizieren, sich souverän am Arbeitsplatz zu bewegen und sich ständig ändernden Herausforderungen zu begegnen.“ (Mathias Schäfer, Projekt INWENT Berlin, im Beitrag „Verschiedene Lernformate und der Fokus auf Kompetenzen“)
  • „Da geht es auch um Selbststeuerung und selbstständiges Lernen, um den Schutz der eigenen Daten, aber auch ganz einfach um die Neugierde auf die Welt und neue Berufsbilder.“ (Monika Nigl, Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), im Beitrag „Ein Pass für die digitale Arbeitswelt“)
  • „Es geht um ein Grundverständnis technischer Möglichkeiten und die Bereitschaft, sich auf individuelle Bedürfnisse einzulassen. Wenn eines zum anderen kommt, sind tolle Innovationen und Produkte möglich.“ (Tim Fahrendorff, CareerFoundry, im Beitrag „Betreutes Lernen im Netz“)

Eine Übersicht über alle Impulse, Meinungsbeiträge und Praxisbeispiele finden Sie hier.

Digitale Kompetenzen - Eindrücke von der Fachkonferenz

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Die Teilnehmenden der Fachkonferenz “Digitale Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung von morgen” haben ebenfals Vorschläge gemacht, den Begriff digitaler Kompetenzen zu definieren.