Der Dialogprozess „Arbeit 4.0 - made in Berlin" - Auf dem Weg zu guter digitaler Arbeit für alle

Das Bild zeigt eine gezeichnete Übersicht der Themenfelder aus dem Dialogprozess Arbeit 4.0 - made in Berlin.
Bild: SenIAS/Gabriele Schlipf

Der Dialogprozess „Arbeit 4.0 – made in Berlin“ ist seit 2015 Teil der digitalen Agenda des Berliner Senats. Ziel ist es, digitale Arbeit als gute und faire Beschäftigung zu gestalten. Bei „Arbeit 4.0 – made in Berlin“ steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht der Computer.

Als europäische Hauptstadt ist Berlin Reallabor für die Chancen und Risiken, die sich in digitalisierten Arbeitswelten entfalten können:

  • Die lebendige Start-Up-Szene ist einerseits Treiber für technische und soziale Innovationen, andererseits zeichnet sich dort eine gewisse Tendenz zu prekärer Beschäftigung ab.
  • Berlin zieht die besten digitalen Köpfe der Welt an – und steht zugleich vor der Herausforderung, eine soziale Spaltung zu verhindern.
  • Stellen in Gastronomie, Pflege und Sozialwesen gelten als kaum durch die Automatisierung bedroht, zugleich gibt es bislang kaum Überlegungen dazu, wie sich der digitale Wandel in den Dienstleistungsberufen auswirken wird.

Wie schaffen wir die Rahmenbedingungen für sichere, stabile und gesunde Arbeitsverhältnisse in einer digitalisierten Wirtschaft? Welche Kooperationen, welche Bündnisse braucht es, damit von der Digitalisierung der Arbeitswelt alle profitieren – Beschäftigte, Unternehmen und die ganze Stadt? Wie kann Arbeit 4.0 so gestaltet werden, dass der soziale Zusammenhalt gestärkt und einer digitalen Spaltung Berlins entgegengewirkt wird? Ausgehend vom Grünbuch und Weißbuch Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales begreifen wir digitalisierte Arbeitswelten als Gestaltungsauftrag an Politik und Sozialpartner.

Enger Austausch mit anderen europäischen Metropolen

Deshalb tauschen sich im Dialogprozess zur Zukunft der Arbeit in Berlin Expertinnen und Experten aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Wirtschafts- und Sozialverbänden aus. Auf den Konferenzen und Workshops des Dialogprozesses diskutieren sie Handlungsfelder und neue Ansätze, gute Praxisbeispiele und wichtige Erfahrungen. „Arbeit 4.0 – made in Berlin“ hält dabei engen Kontakt zu Akteurinnen und Akteuren anderer europäischer Metropolen.

Die Ergebnisse fließen ein in die digitale Agenda des Senats sowie in verschiedene Modellprojekte für eine gute Arbeit 4.0 in der digitalen Hauptstadt Berlin.