Lars Eidinger: Inszeniere mich nicht als Obdachloser

Lars Eidinger: Inszeniere mich nicht als Obdachloser

Schauspieler Lars Eidinger hat sich gegen Kritik an seinem umstrittenen Foto mit einer Luxustasche vor einem Obdachlosenlager verteidigt.

Lars Eidinger kommt zum Reeperbahn-Festival

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Lars Eidinger kommt zum Reeperbahn-Festival.

Er inszeniere sich nicht als Obdachloser, sagte er der «Süddeutschen Zeitung» (23. Januar 2020). «Das ist meine ganz normale Kleidung, so laufe ich immer rum, das ist kein Kostüm.» An dem Nachtlager für Obdachlose komme er jeden Tag vorbei. Eidinger (44) hatte zusammen mit dem Designer Philipp Bree eine Tasche entworfen, die einer Aldi-Tüte ähnelt und 550 Euro kostet. Das Foto brachte ihm im Netz heftige Kritik ein.

«Keine ästhetische Ausbeutung von Prekariarität»

Die Bilderserie sei spontan entstanden, ohne Inszenierung, betonte Eidinger. «Das ist eine Hommage an den Alltag und keine ästhetische Ausbeutung von Prekariarität, wie geschrieben wurde.» In seiner Kunst gehe es nicht um Moral. «Ich lebe in dem Widerspruch, dass ich privilegiert bin und jeden Tag auf dem Weg durch die Stadt Menschen in Not sehe. Ich bin nicht der Einzige, der in diesem Widerspruch lebt.»
Klaus Wowereit (SPD, l.) und Udo Walz
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. Januar 2020 11:21 Uhr

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