Glööckler: Kirche muss «von ihrer Wolke herunterkommen»

Glööckler: Kirche muss «von ihrer Wolke herunterkommen»

Die Kirche muss sich nach Ansicht von Modeschöpfer Harald Glööckler (53) neu erfinden. «Die Menschen fühlen sich überfordert und suchen Halt in der Gemeinschaft.

Modedesigner Glööckler

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Modedesigner Harald Glööckler präsentiert im Berliner Bundespresseamt sein neues Buch «Kirche, öffne dich!».

Nur leider sprechen sie nicht mehr miteinander», sagte Glööckler am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung seines Buchs «Kirche, öffne dich!». Auch von der Kirche fühlten sich viele alleingelassen. «Deshalb muss sie von ihrer Wolke herunterkommen, auf die Menschen zugehen und mit Rat und Tat zur Seite stehen», so Glööckler.
Strittigen Themen wie Machtmissbrauch innerhalb der Kirche oder dem Umgang mit Homosexualität sollte die Institution Kirche mit Offenheit begegnen und klar Stellung beziehen. Dem Mitgliederschwund könne nur jemand entgegenwirken, der «nicht mit Wasser predigt und Wein trinkt». Handlungsanweisungen will der Designer in seinem Buch aber nicht geben, vielmehr soll es zu Diskussionen über den Glauben anregen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Glööckler mit der Kirche beschäftigt: Um Halt zu finden und seinem prügelnden Vater zu entfliehen, besuchte er schon als Kind den Gottesdienst. Doch ein unsensibler Pfarrer und von ihm als langweilig empfundene Predigten schreckten ihn ab. Auch mit der Bibel habe er sich abgemüht. «Das ist ja fruchtbar, komm' zum Punkt», habe er sich gedacht. Den Glauben hat er trotz seines Austritts aus der evangelischen Kirche nicht aufgegeben.
Klaus Wowereit (SPD, l.) und Udo Walz
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. September 2018