Mario Barth will sich für Stotterer-Scherze entschuldigen

Mario Barth will sich für Stotterer-Scherze entschuldigen

Comedian Mario Barth (45) will sich nach missglückten Scherzen über einen Stotterer in seiner Sendung «Mario Barth deckt auf» öffentlich entschuldigen.

Mario Barth

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Der Comedian Mario Barth.

Das kündigte ein RTL-Sprecher am Dienstag an. In der Barth-Sendung vom vergangenen Mittwoch war den Angaben zufolge ein Beitrag über das Berliner Gefängnis Plötzensee gezeigt worden, aus dem zuletzt mehrere Strafgefangene ausgebrochen waren. In einem Ausschnitt stotterte der Leiter der JVA leicht. Barth griff das auf und machte den Mann nach.

JVA-Leiter ist Stotterer

Wie sich nach RTL-Angaben erst später herausstellte: Der JVA-Leiter ist Stotterer. Weder Redaktion noch Produktion hätten das gewusst, erklärte der RTL-Sprecher. «Wenn das so gewesen wäre, wäre die Sendung anders gelaufen - inklusive Moderation», erklärte er. «Wir haben ihn als jemanden wahrgenommen, der angesichts kritischer Fragen in Erklärungsnot ist und nach Worten sucht.» Das NDR-Medienmagazin «Zapp» hatte zuerst über den Fall berichtet.

Entschuldigung wird im Herbst ausgestrahlt

Die JVA habe RTL am Freitag in der Sache informiert, teilte der Sender mit. In einem Brief habe sich RTL nun entschuldigt, sagte der Sprecher. Der Programmverantwortliche werde außerdem persönlichen Kontakt aufnehmen. «Und Mario Barth wird sich in der nächsten Sendung, die produziert wird, entschuldigen.» Da die an diesem Mittwoch geplante Sendung bereits fertig sei, werde das Statement voraussichtlich in einer Ausgabe im Herbst ausgestrahlt.

Fall weckt Erinnerungen an die ZDF-Satiresendung «heute-show»

Der Fall weckt Erinnerungen an einen Beitrag in der ZDF-Satiresendung «heute-show». In einer im Februar ausgestrahlten Sendung hatte sich Moderator Oliver Welke (51) über die Sprache eines AfD-Sachverständigen lustig gemacht - und später nach Protesten einräumen müssen, dass niemand in der Redaktion von dessen Sprachstörung gewusst habe. Auch Welke entschuldigte sich dafür.
Klaus Wowereit (SPD, l.) und Udo Walz
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. März 2018