Urteil im Prozess um Tötung eines Babys erwartet

Urteil im Prozess um Tötung eines Babys erwartet

Im Prozess um die Tötung eines Babys will das Gericht am heutigen Mittwoch (15. Dezember 2021) in Potsdam ein Urteil sprechen.

Justitia

© dpa

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags gefordert - aus ihrer Sicht soll die Angeklagte vor mehr als 20 Jahren ihr Baby getötet haben. Die Verteidigung plädierte auf einen Freispruch.
Der Frau wird vorgeworfen, an einem nicht näher feststellbaren Tag zwischen April und August 2000 in einem Wohnhaus im Potsdamer Wohngebiet Schlaatz ein lebensfähiges Kind geboren und danach getötet zu haben, um ihre Ehe nicht zu gefährden.
Im Prozess hatte die 61-Jährige ausgesagt, nach einem Seitensprung schwanger geworden zu sein. Das Baby sei in der Badewanne geboren worden. Sie habe sich den Kopf gestoßen und das Bewusstsein verloren. Als sie wieder zu sich gekommen sei, habe sie das Baby tot aus dem Wasser geholt. Der Ex-Mann soll das Kind in einer Mülltonne entsorgt haben.
Die mutmaßliche Tat kam 2017 ans Licht, als der Ex-Mann der Angeklagten einem Gartennachbarn davon erzählte. Der Nachbar erstattete Anzeige bei der Polizei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. Dezember 2021 09:37 Uhr

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