Agrarfirma sucht Partner für die Verarbeitung von Nutzhanf

Agrarfirma sucht Partner für die Verarbeitung von Nutzhanf

Die Fürstenwalder Agarprodukte GmbH Buchholz (Oder-Spree) sucht regionale Partner für die Vermarktung von Nutzhanf als Superfood. Das 50 Mitarbeiter zählende Unternehmen, das insgesamt 3400 Hektar Ackerflächen bewirtschaftet, hatte im vergangenen Jahr zu Testzwecken erstmals zwei Hektar Nutzhanf angebaut. «2018 und 2019 hatten wir bei Raps, Getreide und Mais sehr schlechte Ernteerträge und suchten nach Alternativen», sagte Geschäftsführer Benjamin Meise.

Der Nutzhanf sei auf dem kargen Brandenburger Boden erstaunlich gut gewachsen, sagt er. Doch die GmbH sitzt seinen Angaben nach noch immer auf drei Tonnen Hanfsamen der Ernte aus dem vergangenen Jahr. «In diesem Jahr haben wir keinen neuen angebaut, da es einfach keine Infrastruktur für die Vermarktung im Lebensmittelbereich gibt», sagte der Geschäftsführer, der damit begonnen hat, regionale Partner zu gewinnen. Eine Kaffeerösterei in Bad Saarow verarbeite den Hanfsamen bereits, ebenso Bäckermeister Wolfgang Scharmer aus Grünheide (beide Oder-Spree), der eine Backmischung für ein Hanf-Brot kreiert hat.
Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), die den Hanfanbau in Deutschland kontrolliert, wurden in diesem Jahr insgesamt 6440 Hektar Nutzhanf angebaut. Die Tendenz sei steigend, sagte BLE-Referent Andreas Grün, da Nutzhanf eine anspruchslose, für den Landwirt einfach zu bewirtschaftende Anbaukultur mit vielseitiger Verwendung sei - ob als Baustoff, Dämmmaterial, Stoff für Biogasanlagen oder im Lebensmittelbereich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. November 2021 06:10 Uhr

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