Gesundheitsministerin kritisiert Impfkritiker von AfD

Gesundheitsministerin kritisiert Impfkritiker von AfD

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat mit deutlichen Worten auf Kritik aus der AfD an einem Mangel an Corona-Tests reagiert. «Im Land Brandenburg hat ebenso wie in der gesamten Bundesrepublik Deutschland seit Ende Juli jede Bürgerin, jeder Bürger, der impfwillig gewesen ist, genug Gelegenheit, sich impfen zu lassen», sagte Nonnemacher am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtages.

Nachdem diese kostenfreien Angebote monatelang nicht in Anspruch genommen worden seien, dann zu sagen «Wir brauchen hier ein Rundum-Sorglos-Paket, um jedem Impfverweigerer die Tests irgendwie aufs Dorf zu fahren - ich muss sagen, das geht mir einfach zu weit».
Zuvor hatte die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Birgit Bessin mit Blick auf die seit Mittwoch gültige 3G-Regel am Arbeitsplatz und in öffentlichen Bussen und Bahnen festgestellt, es gebe nicht überall genug Corona-Tests. «Gerade die ländlichen Regionen, kleine Dörfer mit ein paar hundert Einwohnern, haben einfach keine Testmöglichkeiten jetzt.»
Auf Nonnemachers Kritik entgegnete Bessin, sie lasse sich grundsätzlich impfen, wenn sie davon überzeugt sei. «Was diese Corona-Impfung angeht, bin ich keinesfalls davon überzeugt (...), mich impfen zu lassen.»
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Eigentlich wollte der Ausschuss über die Landesverordnung debattieren. Der Gesundheitsausschuss des Landtags billigte die neuen verschärften Corona-Regeln einen Tag nach dem Inkrafttreten mehrheitlich. Die Vertreter der Koalitionsfraktionen stimmten dafür, die Opposition aus AfD, Linker und Freien Wählern dagegen.
Seit Mittwoch gilt 2G auch im Einzelhandel mit Ausnahmen. Für Ungeimpfte sind in der Öffentlichkeit und bei privaten Feiern nur noch Treffen mit bis zu fünf Personen erlaubt, in Hotspots ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 750 gibt es für sie nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. November 2021 17:42 Uhr

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