Starker Zustrom von Asylbewerbern in Brandenburg

Starker Zustrom von Asylbewerbern in Brandenburg

Die Zahl der nach Brandenburg eingereisten Asylbewerber hat seit Jahresmitte sprunghaft zugenommen. Im Juli meldete die Ausländerbehörde 365 Zugänge, im September waren es bereits 1479, wie das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. Bis zum 25. Oktober zählte die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende schon 2671 Männer und Frauen. Seit dem Sommer kommen vor allem Iraker, aber auch Syrer, Afghanen und andere Migranten unerlaubt über Belarus nach Deutschland. Das Ministerium machte keine Angaben, ob dadurch auch die Asylanträge zugenommen haben.

Im bisherigen Jahresverlauf meldeten sich bis zum 25. Oktober den Angaben zufolge 7128 Menschen nach ihrer Ankunft in Brandenburg in der Erstaufnahme. Gut 3800 reisten über Belarus und Polen nach Brandenburg ein. Weitere Hunderte Ausländer kamen aus anderen Bundesländern. Hier nannte das Innenministerium nur die 1575 Menschen, die Brandenburg bis Ende Juni zugewiesen wurden. Knapp ein Drittel von ihnen war zwischen 21 und 30 Jahre alt. Jünger als 21 Jahre waren etwas mehr als 600 Migranten.
Mit 586 Flüchtlingen aller Altersklassen stammte die größte Gruppe aus Afghanistan. Aus Syrien kamen 261 Menschen, aus dem Irak 94, aus Georgien 85 und aus Vietnam 80. Rund 1200 Geflüchtete wurden in diesem Jahr bis Ende Oktober aus Brandenburg auf andere Bundesländer verteilt.
Dem Ministerium zufolge gibt es in den fünf Standorten der Brandenburger Erstaufnahme genügend Kapazitäten, um Flüchtlinge unterzubringen. Von knapp 4600 verfügbaren Plätzen Ende Oktober seien rund 2300 belegt gewesen. Bei Bedarf könnten weitere 2000 Plätze schnell hinzukommen.
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Die Zahl der Migranten, die in diesem Jahr bis Ende September illegal nach Brandenburg kamen, gab das Ministerium mit 2576 an. Knapp 700 Flüchtlinge stammten aus den ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien und Ukraine. Etwa 300 Einreisende hatten die syrische Staatsangehörigkeit, 140 kamen aus Afghanistan.
Nach Erkenntnissen der Polizei sind die Migranten vornehmlich über den Luftweg aus dem Irak nach Litauen und Belarus gelangt. Die Grenze zu Polen hätten die Flüchtlinge in der Regel zu Fuß überquert. Die weitere Schleusung führte dann mit Pkw, Reisebussen und Transportfahrzeugen zur deutsch-polnischen Grenze.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. November 2021 17:11 Uhr

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