Leichte Erholung bei den Volkshochschulen in Brandenburg

Leichte Erholung bei den Volkshochschulen in Brandenburg

Teilnehmerabsagen, Kurs-Stornierungen und alternative Online-Angebote: Die Corona-Pandemie hat die Volkshochschulen (VHS) in Brandenburg stark getroffen. Eine halbe Million Euro Verlust aus Teilnehmergebühren hätten die 20 Einrichtungen im vergangenen Jahr gemacht, teilte der Brandenburgische Volkshochschulverband der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Kurse hätten nicht in der üblichen Stärke belegt werden können, um den Mindestabstand zwischen den Teilnehmern gewährleisten zu können, sagte die Vorsitzende des Brandenburgischen Volkshochschulverbands Christine Schäfer. Für einige Volkshochschulen sei es schwierig gewesen, größere Räume als Ausweichmöglichkeit zu finden.

Volkshochschule

© dpa

Der Eingang zu einer VHS (Volkshochschule).

Von Verlusten berichtet etwa die VHS in Frankfurt (Oder). Dort waren die Einnahmen im Vergleich zum Jahr 2019 um die Hälfte gesunken, wie ein Sprecher mitteilte. Allerdings seien auch die Ausgaben niedriger gewesen, da bestimmte Kosten wie Honorare oder Unterrichtsmittel nicht anfielen. Die Fixkosten - also für Personal oder Betriebskosten - habe man jedoch in vollem Umfang bezahlen müssen. Es könne schwierig werden, wenn die angespannte Corona-Lage anhalte.
Zwar füllen sich die Volkshochschulen in Brandenburg nach Verbandsangaben wieder, allerdings nur sehr langsam. «Die Menschen haben Lust, etwas für sich zu tun, etwas zu unternehmen und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen», sagte eine Sprecherin der Stadt Potsdam über das Angebot der VHS. Die meisten Menschen seien jedoch noch vorsichtig und unsicher, was in aktuellen Situation möglich sei. Das bestätigt auch die VHS in Frankfurt Oder: Zu Semesterbeginn sei zu bemerken gewesen, dass die Menschen wieder gern in ihre Kursgruppen zurückgekommen seien und sich für das Angebot interessiert hätten, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Das Niveau vor der Krise sei bislang jedoch nicht erreicht worden.
Hier gelang ein Wechsel in den Online-Unterricht nach Angaben der VHS nur ansatzweise. Viele Kursleiter und Teilnehmer hätten Vorbehalte gehabt, sagte ein Sprecher. Oftmals habe auch die nötige Technik gefehlt. «Volkshochschulen leben von Begegnung. Begegnung im Netz bleibt immer eingeschränkt und kann sozialen Austausch nicht kompensieren», erklärte er weiter. Das habe sich auch bei den Anmeldungen zum Herbstsemester in den Präsenzkursen gezeigt.
Spreewald Therme: Winterwellness
© Beate Waetzel

Winterwellness in der Spreewald Therme

Erleben Sie vom 1. November bis 31. Dezember die Magie des Wohlfühlens bei speziell auf die Winterzeit abgestimmten Winterwellness-Angeboten in der Spreewald Therme. mehr

Bei der VHS in Cottbus konnte die Umstellung auf digitale Angebote Ausfälle ebenfalls nur in geringem Umfang kompensieren. «Unsere Teilnehmenden erleben VHS-Kurse als sozialen Ort und bevorzugen den persönlichen Kontakt», teilte ein Sprecher der Stadt mit. Er sei optimistisch, dass sich die Volkshochschulen wieder erholen würden, sobald sich die Rahmenbedingungen wieder verbessern und Kurse wieder ohne gefühlte Unsicherheiten möglich seien.
Die ständigen Änderungen der Maßnahmen verlangten von den 20 Einrichtungen in Brandenburg seit Monaten viel Flexibilität und Kraft, sagte Schäfer vom Brandenburgischen Volkshochschulverband.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 14. November 2021 09:18 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg