Arbeiterwohlfahrt dringt auf Testpflicht in Kitas

Arbeiterwohlfahrt dringt auf Testpflicht in Kitas

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Brandenburg hält verpflichtende Corona-Tests in den Kitas für notwendig. Das solle für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Kinder gelten, forderte Geschäftsführerin Anne Baaske am Mittwoch. Es gebe zu viele Eltern, die den Empfehlungen des bisherigen Testkonzeptes des Landes nicht folgten und ihre Kinder ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 zweimal pro Woche testeten.

Wegen Infektionen, Erkrankungen oder Quarantäne klagten zunehmend mehr Einrichtungen über akuten Personalmangel, sagte Baaske. Damit drohten Gruppenschließungen. Tests für Kinder im Vorschulbereich sind in Brandenburg freiwillig. Für ungeimpfte Beschäftigte gibt es laut dem Verband eine Testpflicht. Träger der Kitas sind Landkreise, kreisfreie Städte und freie Träger wie die AWO. In Brandenburg gibt es rund 1500 Kitas, etwa 120 sind unter dem Dach der AWO.
Die Elterninitiative für sicher geöffnete Bildungseinrichtungen verlangte flächendeckende PCR-Lolli-Tests an Kitas, Grund- und Förderschulen in Berlin und Brandenburg und wandte sich gegen Modellprojekte. Der Brandenburger Landeselternrat hält die Pläne der Landesregierung für drei statt zwei Schnelltests pro Woche in Schulen nicht für ausreichend. «Wenn wir jetzt nicht entschieden handeln und sagen, wir testen täglich, dann haben wir verloren», sagte Sprecher René Mertens der Deutschen Presse-Agentur.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. November 2021 16:03 Uhr

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