Schweinepest: Jäger fordern stärkere Maßnahmen

Schweinepest: Jäger fordern stärkere Maßnahmen

Der Landesjagdverband Brandenburg fordert stärkere Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Arbeitsabläufe bei der Seuchenbekämpfung und die Zusammenarbeit der betroffenen Landkreise müssten dringend verbessert werden, teilte der Verband am Montag mit. Er sprach sich dafür aus, den Jägern mehr Annahmestellen für die Abgabe von Blutproben zur Verfügung zu stellen. Der Jagdverband kritisierte außerdem, dass die Ausbildung von wichtigen Kadaversuchhunden wegen fehlender Mittel zum Erliegen gekommen sei.

«Der Bund und das Bundeslandwirtschaftsministerium müssen endlich Verantwortung übernehmen. Andernfalls wird die ASP-Bekämpfung in Brandenburg und in Deutschland scheitern», teilte Verbandspräsident Dirk-Henner Wellershoff mit.
Das Friedrich-Löffler-Institut bestätigte am Montag der Deutschen Presse-Agentur den 2014. ASP-Fall in Brandenburg seit Ausbruch der Seuche im Oktober 2020. Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Wildschweine und Hausschweine betrifft. Sie verläuft fast immer tödlich und ist unheilbar. Für den Menschen oder für andere Tierarten ist die Krankheit nicht ansteckend.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. November 2021 16:51 Uhr

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