Historiker bringen Geschichte in sanierten Seelower Bahnhof

Historiker bringen Geschichte in sanierten Seelower Bahnhof

Der sanierte Bahnhof in Seelow (Märkisch-Oderland) bekommt eine neue Nutzung: Der Geschichts- und Heimatverein Gusow-Platkow richtet dort eine Ausstellung ein, die Alltag und Veränderungen in der Oderregion zwischen 1930 und 1960 darstellen soll. «Vor- und Nachkriegszeit werden ebenso beleuchtet wie die schweren Kämpfe um die Seelower Höhen 1945 - allerdings nicht die Militärhistorie, sondern konkrete Schicksale von Einheimischen, Zwangsarbeitern, Vertriebenen und auch Soldaten», erklärte Vereinsvorsitzender Thomas Drewing.

Regionale Geschichte im Seelower Bahnhof

© dpa

Thomas Drewing und Agnieszka Tatala stehen im Gebäude des Seelower Bahnhofes.

Vom Brandenburger Kulturministerium erhielt der Verein für das Projekt 25.000 Euro aus Lottomitteln. Die Stadt Seelow hatte das nicht mehr von der Deutschen Bahn benötigte Bahnhofsgebäude gekauft und mit Hilfe von EU-Fördermitteln saniert. Es liegt in der Nähe der Gedenkstätte auf den Seelower Höhen, die vor allem militärhistorisch an die Kriegsgeschehnisse aus dem Frühjahr 1945 erinnert. Die neue Ausstellung des Geschichts- und Heimatvereins ergänzt die Historie und ermöglicht einen Perspektivwechsel. Sie soll in der ersten Hälfte des nächsten Jahres eröffnet werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. November 2021 05:10 Uhr

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