Inzidenz steigt weiter: Ministerin ruft zum Impfen auf

Inzidenz steigt weiter: Ministerin ruft zum Impfen auf

Brandenburg steckt mitten in der vierten Coronawelle - wann sie ihren Höchststand erreichen wird, kann laut Gesundheitsministerium noch nicht gesagt werden. «Wir stehen im intensiven Austausch mit den Krankenhäusern und der Landeskrankenhausgesellschaft», erklärte Sprecher Gabriel Hesse am Freitag. Angesichts steigender Infektionszahlen riefen Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, die Bevölkerung auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Corona-Test

© dpa

Eine medizinische Mitarbeiterin hält einen Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test in der Hand.

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus nahm nach Zahlen vom Freitag weiter zu. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich dem Ministerium zufolge rechnerisch 110,6 von 100.000 Menschen - vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 78,5. Brandenburg nähert sich damit weiter dem bundesweiten Durchschnittswert, den das Robert Koch-Institut am Freitag mit 139,2 angab.
Die höchste Zahl von Corona-Fällen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner meldeten die kreisfreie Stadt Cottbus (180,4) und die südlichen Landkreise Elbe-Elster (162,2) und Spree-Neiße (161,0). Insgesamt lagen neun Landkreise und zwei kreisfreie Städte über der Marke von 100. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnete am Freitag die Stadt Frankfurt (Oder) mit 52,6.
146 Patienten müssen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, von ihnen befinden sich 32 auf Intensivstationen, hiervon müssen 26 beatmet werden.
Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - sank leicht auf 2,73 nach 2,92 am Vortag. 3,1 Prozent der verfügbaren Intensivbetten in Krankenhäusern sind mit Covid-19-Patienten belegt.
Während der vergangenen Hochphasen der Corona-Pandemie hatten die Brandenburger Krankenhäuser regionale Netzwerke aktiviert, um sich gegenseitig bei der Versorgung von Patienten zu unterstützen. Bei Bedarf könnten diese Netzwerke wieder reaktiviert werden, erklärte der Ministeriumssprecher.
625 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages kamen hinzu. Am Vortag waren es 620 Neuinfektionen. Der bislang höchste Stand in diesem Jahr wurde am 9. April mit 911 Neuinfektionen binnen 24 Stunden erfasst. Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 5300, in der vergangenen Woche waren es rund 3900.
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Die Impfquote im Land erhöht sich weiter nur langsam. 60,5 Prozent der Bevölkerung im Land sind vollständig geimpft, am Vortag waren es 60,3 Prozent. «Ungeimpfte haben jetzt, mit Beginn der kalten Jahreszeit, ein sehr hohes Infektionsrisiko. Abwarten kann gefährlich sein», warnte Nonnemacher. «Nur mit einer deutlich höheren Impfquote als bisher werden wir die Pandemie besiegen», ergänzte Noack. Ausreichend Impfstoff stehe zur Verfügung.
Bislang erhielten insgesamt 35.606 Menschen eine Auffrischungsimpfung. Diese Impfungen sollten vor allem ältere Menschen, Pflegebedürftige, Pflegepersonal und medizinisches Personal nutzen, hieß es aus dem Ministerium. Auch die Gesundheitsministerin hat nach Ministeriumsangaben vor, sich ein drittes Mal gegen Corona impfen zu lassen. Ihr voller Impfschutz liege aber noch nicht über 6 Monate zurück. Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll die Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen, unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. Oktober 2021 16:08 Uhr

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